10 Jahre

Auf den Tag 10 Jahre ist es her, dass ich mit meiner Frau über meine Bedürfnisse gesprochen habe. 2maliges Ausprobieren nach langem Anlauf, in 2009. Danach Funkstille zum Thema. Das und anderes (-> Zuviel Arbeit bis zum Anschlag und Zuwenig sich wehren) hat fast zur Trennung geführt. Paartherapie. „Ich würde meine Frau nichts wegnehmen, dass sie nicht bei mir haben oder geben wollte.“ sagte ein Therapeut im für mich positiven Sinne. Aber sie ist doch sehr verletzt.

Kann ein Mensch freiwillig asexuell sein? Ich komme nicht damit zurecht. Ich muss meine Wünsche verstecken; kann nichts leben. Bin impotent. Unerfüllt. Deprimiert.

Ich war schon mal an dem Punkt. Verzweifelt damals, trotz alledem war aber noch Hoffnung vorhanden war. Verzweifelt heute, weil keine Hoffnung mehr ist. Ich liebe meine Frau. Aber es wird irgendwann nicht gut ausgehen. Ich kann nicht ich sein. Ich muss mich immer verstellen.

Wie gut, dass ich wenigstens das gut kann: verstellen. Keiner hier „zuhause“ merkt, dass es mir nicht gut geht. Ich verstecke das wieder, so wie früher. Und führe ein „ordentliches“ Leben. Damit kann ich wenigstens meine Frau und die Kinder glücklich machen. Vielleicht ist es das, was mir fürs Leben reichen muss und zusteht. Meinen Eltern war ich schon Enttäuschung. Dann wenigstens nicht der eigenen Familie.

Trauernd…

~ von Waltkaye - 27. Dezember 2016.

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