2016

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Jahreslosung 2016 im Verlag am Birnbach – Motiv von Stefanie Bahlinger, Mössingen

ist die diesjährige Losung (der Herrnhuter Losungen)

Wie die regelmäßigen Leser wissen, bin ich ein permanent Zweifelnder. Ein Verlorener. Mensch mit ohne Zukunft?

Ich glaube, dies wird mich mein Leben lang beschäftigen.

Meine Mutter hat mich selten getröstet; und wenn, dann auf eine Art und Weise, die mir nicht gut getan hat. Einmal hatte sich meine Freundin von mir getrennt, sie meinte „es wird schon noch die Richtige kommen“ – nach grad mal dem unter Tränen verkünden im Elternhaus. Sie hat mich nie richtig verstanden; wie auch, wenn sie sich doch immer ein Mädchen gewünscht hatte. Das ließ sie mich ab und an spüren. Auch realen Missbrauch auf emotionaler Ebene. Sei es drum. Mutter ist lange tot.

Auch mein Vater hatte Probleme mit Trösten, aber er hat es in obiger Situation doch geschafft, mir das zu geben, was ich brauchte: ein Hand auf der Schulter und neben mir sitzen, mit mir still trauern.

 Was kann ich erwarten? Sollte mir die Losung also eher Warnung sein?

Irgendwie hoffe ich das, bei allem Zweifel, nicht. Vielmehr hoffe ich, dass dieses Jahr von mütterlicher und väterlicher Tröstung und Heilung gesegnet wird.

So hoffe ich, meinen alten Arbeitsplatz auch emotional hinter mir zu lassen. Auch die „netten Kollegen“, die a la Macciavelli an meinem Stuhl gesägt haben, möchte ich hinter mir lassen: das wird sehr schwer, denn ich hege reichlich Groll, fast Hass. Wünsche dem einen Kollegen wahlweise die Verschleppung in ein andere  unbekanntes Land, die absolute Sprachlosigkeit oder ein schwer krankes Kind. Ohhh. Jetzt greif ich ja gewaltig in die Kiste. Aber es ist leider so, ich beschönige nichts. Meine Tochter hat unter seinem Wirken und dessen Wirkung auf mich sehr gelitten – ebenfalls krank. Warum sollte also ein Arschloch nicht auch in eine solche Situation kommen dürfen?

Leider ist es so, dass ich einen Artikel gelesen habe, nach dem die „bösen Buben“ in der Arbeitswelt besser voran kommen, als die Normalen. Der Typ wird also weiter Menschen manipulieren und bei Bedarf abschießen. Vielleicht sollte ich einen Sniper anheuern? An Rache denke ich, und ich hätte sogar einen Plan, wie das geschehen könnte, allerdings ist der Plan recht kompliziert und benötigt die Hilfe vom IS.

Reklamemarke-Moser-Roth-Kakaopulver-Stuttgart-Mutter-und-Kind-trinken-Kakao-Hund-SpitzIhr sehr, mein Herz braucht Gebet, Hilfe und wirklich Heilung. Und das hofft der Teil von mir, der Hoffnung hat. Denn nach wie vor bin ich zerrissen, nicht eins mit mir.

Und das ist es, was ich von Gott hoffe: dass er mir auch diese Mütterlichkeit schenkt. Einen Trost, der in die Seele geht; der auch ein Pflaster, einen Keks und einen guten Kakao hat.  Der auch, wann immer es möglich ist, Kontakt zu mir aufnimmt. Die Hand auflegt. Wie der Vater. Beides erbitte ich.

Und wenn Du mich mal triffst, wer immer Du auch bist: dann nimm mich in den Arm oder leg Deine Hand auf meine Schulter; oder gib mir einen Kakao und einen Keks.

~ von Waltkaye - 6. Januar 2016.

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