Zuhause ?

nun bin ich wieder ein paar Tage aus der 2. Klinik und will meine Gedanken wieder in diesem Hauptblog (neben 2 anderen Blogs) bündeln.

6 Monate Klinik, nach Suizidversuch.

Entlassdiagnose (u.a.) emotional instabil, nicht ganz Borderline aber genug Anteile davon, chronische Suizidalität,  mittelschwere, wiederaufgetretene Depression.

der Begriff „chronische Suizidalität“ ist doch der Hammer, bedeutet er auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich an Suizid sterbe, 3 fach erhöht ist (so hat es der Chefarzt ausgedrückt). 

Wie geht es mir? Besser als vor 6 Monaten, aber immer noch nicht so optimal. 

  • Massive Zukunftsängste, Versagensangst, aber auch Mut, es zu wagen – hoffe ich kriege im Arbeitsmarkt eine Chance. Ich glaub nicht dran, aber möchte es wagen. Ansonsten bin ich in 4 monaten ohne Job und Einkommen…
  • Chaos im Kopf, Probleme, den Tag zu strukturieren oder mich aufzurappeln. 
  • Konzenteationsprobleme. Ich vergesse viel..
  • Suizidgedanken sind weniger und nicht mehr im Vordergrund, sie tauchen nur noch sporadisch auf, so einmal am Tag etwa. Im Vergleich: vor 6 Monaten hat sich das Denken stündlich drum gedreht und war sehr konkret. Jetzt eher wieder wie früher, unspezifisch.
  • Gott: ich weiss nicht, wo Du bist. Zeig Dich doch endlich mal.
  • Familie: ich bin wieder ‚zuhause“, nach dem Bruch von meiner Frau nach einigen Monaten das wieder aufgenommen werden. Es fühlt sich trotzdem irgendwie anders, fremd an. Nicht zuhause… Und Probleme sind ungelöst, navh wie vor.

Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen, insbesondere von Menschen, die mit mir persönlich in Kontakt kommen wollen. Das gehört auch zu meinen Baustellen, in der Klinik erarbeitet, dass ich ein paar Lücken habe in der Jugend, so dass es mir noch heute schwer fällt, Beziehungen zu pflegen.

~ von Waltkaye - 19. Juni 2015.

2 Antworten to “Zuhause ?”

  1. Schön, hier wieder von dir zu lesen. Auch wenn nicht alles schön ist, was du berichtest. Aber es scheint doch um einiges positiver und hoffnungsvoller zu sein als vor ein paar Monaten. Und das freut mich für dich.
    Ich wünsche dir, dass sich das Gute manifestiert. Und das noch nicht so ganz Gute weiter bessert.
    Ganz liebe Grüße,
    Pajaneda

  2. Wie gehts dir inzwischen daheim?
    Wieder angekommen? Doch noch „fremd“?

    Ich denke oft an dich!
    Sei behütet,
    Pajaneda

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