Wunden, die immer tiefer werden.

Mag nicht mehr in die Arbeit und zuhause auch nur noch druck.

Mein chef macht mich rund und unterstellt Dinge, die nicht stimmen. Aber er entschuldigt sich nie, wenn er falsch liegt. Er ist immer nur im Kritikmodus oder im Modus höher, schneller, weiter.
Heute habe ich ein sportliches Budget verteidigt gegenüber Kürzungen. Andere Bereiche bei uns stehen den Zahlen nach schlechter, aber dort wird trotz hoher Ausgaben nicht gekürzt.
Merke
1. wer gut und eng budgetiert, wird durch weiteres Sparen bestraft. Wer viel ausgibt, der muss nicht kürzen.
2. wer viel schnattert und sich zeigt, hat mehr Budhet. Die Stilleren sollen kürzen.

Dagegen habe ich heute protestiert. Und mein Chef unterstellt mir, ich wäre nicht vorbereitet gewesen, was nicht stimmt. Es scheint im scheissegal zu sein.

Zuhause, ich weiss auch nicht mehr weiter. Meine Frau tut so, als wäre nichts, aber die Kritik vom Samstag ist berechtigt. Ich kann nich mehr geben. Sie braucht mehr. Es passt auch hier nicht mehr.
Ich bin am Boden zerstört.

Unterm Strich hatte ich die Hoffnung, meine Sachen – beruf wie privat – richtig oder besser zu machen. Von wegen. Es bestätigt sich meine negative Sicht auf mich selbst. Ich kann nichts mehr richtig. Mein Zeugnis wird das widerspiegeln. Und meine Frau.

Ich habe vor drei Jahren einige Fehler gemacht. Nicht zu gehen, als es noch ging. Meiner Frau mehr zu geben, wegzuziehen etc. Oder den missglückten Suizid. Auch das ein Fehler, einfach überall erfolglos.

~ von Waltkaye - 19. November 2013.

Eine Antwort to “Wunden, die immer tiefer werden.”

  1. Mir ist bewusst, dass es dir auswegslos scheint – aber ich glaube, dass es in vielen Dingen möglich ist, doch auch jetzt noch etwas zu erreichen: die Arbeit Arbeit sein zu lassen – plane das voraus, dann kannst du auch einige Monate ohne neue Arbeit überstehen. Wegzuziehen – dorthin, wo deine Frau sich auch wohl fühlt. Wo ihr beide euch wohl fühlen könnt, wo ihr Heimat haben könnt, miteinander. Wenn du den Druck von der Arbeit los bist, kannst du zu Hause befreiter sein – kannst mehr geben, wie du meinst, es tun zu müssen.
    Wenn der Druck nachlässt, wird auch das Gefühl der Wertlosigkeit nachlassen – weil du wieder aktiv gestalten kannst, anstatt nur aushalten zu müssen.

    Ich wünsche dir das sehr. Und was an mir, an uns liegt: Wir stehen dir / euch zur Seite und unterstützen, wo wir können.

    Sei behütet!
    P.

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