Nach dem Abbruch

Es geht mir nicht besser. Nach wie vor triggert mich das, was ich vor kurzem erlebt habe. Und ich habe das Gefühl, dass es eine Beziehung kosten wird. Eine weniger. Eine von der seltenen Sorte, mit der ich über Glauben und SM reden kann, beidermassen gleich akzeptiert. Das ist wohl aber der Lauf der Dinge.
Ich kann nur sehr unzureichend darüber reden, zuhause wird Sm ja nicht verstanden.
Wenn ich einen Schritt zurück trete, sehe ich, dass sich seit meiner Erkrankung vor mehreren Jahren wenig verändert hat. Eine Beziehung ist dazu gekommen. Neben meiner liebsten hier zuhause ist dies eigentlich die einzige Beziehung, die ich ausserhalb des Berufes habe. Es gibt schon mehr „Kontakte“, doch keiner geht in irgendeiner Form tief. Ist das alles, was Mann vom leben erwarten darf?
Die Trauer, die mich da seit Tagen überfällt, spürt meine Liebste schon; das dürfte auch der Grund gewesen sein, weshalb sie zum Abbruch der Ferien (schlechtes Wetter dort kam dazu) und zum Termin für Medis gedrängt hat. Aber die Medis lösen das Problem per se nicht, und ich habe es bisher auch nicht hingekriegt. Mir fehlen offensichtlich die notwendigen Kompetenzen, und ich weiss nicht, wie ich diese noch gewinnen kann, zu verfahren ist in mir alles. (Oha „immer alles nie… “ . Typisch Depression)

Am wahrscheinlichsten ist es für mich – wenn auch traurig – auf nichts mehr Neues zu hoffen, das Bestehende so gut es geht noch zu bewahren, und ansonsten den (Gott gewollten?) Weg zu beschreiten, der bei mir – andere Menschen haben andere Wege – wohl einfach vorgeschrieben ist, wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückschaue: Einsamkeit im Inneren, nach aussen Friede Freude Eierkuchen und so tun als ob.

~ von Waltkaye - 19. August 2013.

Eine Antwort to “Nach dem Abbruch”

  1. etwas anderes als den eigenen Weg annehmen kann man wohl auch nicht … hoffen oder nicht hoffen, was besser ist, weiß ich nicht. Ich persönlich neige doch immer lieber dazu, zu hoffen, einfach weil ich dann das Gefühl habe, überhaupt noch irgendwie zu leben (auch Schmerzen sind ja ein Lebenszeichen, wenn auch nicht gerade angenehm) – nur … vielleicht hilft es wenigstens, so weit es eben möglich ist, seine Hoffnungslosigkeit auch wirklich zu leben. Soweit es geht, zu sein, wie man ist. Ich würde letztens angestrahlt, als es mir richtig schlecht ging … und da hab ich gemerkt, auch in diesem schlecht-gehen kann man noch gemocht werden. Und sonst wird man nicht gemocht, nur der eigene Schatten … lg

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