Depris: hello again

Habe den Eindruck, dass die Depressionen ein wenig zunehmen. Situation fühlt sich an, wie vor dem Burnout. Muss achtsam sein.
Nutze meine Skills so gut geht. Ein Unterschied zu früher. Wenn es nicht besser wird, werde ich zum Arzt gehen und wieder Medis verschreiben lassen.
Skills: versuchen, es mir gut gehen zu lassen. Nicht leicht, weil es Zeit braucht,die ich nicht habe oder der Familie wegnehmen muss. Auf dem Drahtseil halt… Aber auch kleine Dinge, Kurzgeschichten schreiben, tut gut. Ich mach das nicht-öffentlich, weil … ab 18 zum Teil, zum anderen Teil sehr persönlich.

Ausserdem suche ich Ausstiegsstrategien, gekoppelt mit Einstieg woanders natürlich. Hier, wo ich arbeite, sieht man Missstände, die nicht behoben werden, speziell in den Prozessen, Dokumentenwesen und der IT. Das tut weh, wenn man es anders weiss und kennt. Das war damals einer der Punkte für den Burnout, und ist nicht besser geworden. Es ist einfach keine wirklich lernfähige oder lernwillige Organisation, man rennt gegen eine Wand. Verbesserungen auf kleiner Flamme, statt die Hauptprobleme anzugreifen.

Bei all den Dingen fühle ich mich schrecklich einsam. Ich will es nicht generalisieren, aber es sind nur wenige Kontakte, die ich auch nicht zu sehr belasten möchte. Die meisten Dinge teile ich nur hier im Blog. Meine Liebste hat selbst genug am Hals, und sie könnte meine Probleme definitiv nicht mehr verkraften.

Gott wäre eine Alternative. Und doch, das Band zu ihm ist so dünn geworden. Ich zweifle immer wieder und immer mehr, schimpfe, lasse ihn links liegen, statt zu ihm zu gehen. Warum bloss? Skeptizismus? Enttäuscht von Gott? Ich weiss es nicht.

~ von Waltkaye - 6. Mai 2013.

2 Antworten to “Depris: hello again”

  1. Selten habe ich so viel ‚Für-Glauben‘ empfunden wie bei dir…
    Gott ist da! Für dich. Dir zugewandt. Ich weiß und glaube es.
    Alles Liebe, sei behütet,
    P.

  2. Hallo,

    Medikamente bei Depression haben ihre Berechtigungsfunktion, da der Hirnstoffwechsel gestört ist.
    Burnout ist nicht gleich Depression, und ziehe dir bitte nicht die „Mißstände der Welt“ herein.

    Und wenn du deiner Familie sagst, dass es dir nicht gut geht, dann wird niemand belastet, im Gegenteil.

    Gott ist keine Alternative, höchstens eine andere Krücke zum Festhalten.
    Mir geht es ohne Gott besser, weniger Druck.

    Also seit ich mich in erster Linie um mich gekümmert habe in der Form „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, geht es mir mit dieser Erkrankung wesentlich besser.

    P.S.: das mit der Suizid-Umfrage würde ich löschen, es könnt sonst jemand auf die Idee kommen, die Polizei zu deinem Schutz zu dir zu schicken.

    Und ob du dein Onlinetagebuch noch benötigtst, steht doch in deiner Verantwortung.

    Wenn du magst, kannst du dich mit mir per pm austauschen.

    Liebe Grüße

    ancilla sera

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