Jahresrückblick

Wie fast überall, auch hier mein Jahresrückblick, kurz und schmerzlos/-haft

  • Depris sind nicht mehr so stark, und kommen nicht mehr so oft. Allerdings gehören sie wohl zu mir. Suizid-Gedanken sind ebenfalls seltener geworden, nur an schlechten Tagen kommen die ab  und an hoch. Frequenz von mehrmals täglich auf „alle 3 Tage“. Wow, das ist viel besser.
  • Selbstverletzendes Verhalten hat abgenommen, es kam dieses Jahr 3 mal vor; im Vergleich zur akuten Phase ist das Peanuts
  • Medikamente sind abgesetzt
  • Therapie weitestgehend beendeet (nicht fertig, da sind noch Themen – aber die KK zahlt halt nicht mehr)
  • Traumatherapie mache ich noch fertig (Jan/Feb), zahle das auch selbst. Eines meiner beiden „kleinen“ Traumata hat sich bewahrheitet (ist passiert), das andere (sexueller Missbrauch) stellte sich als fast passiert, aber die Kurve gekriegt heraus. Kindheitserinnerungen sind manchmal tief verborgen…
  • Das eine grosse Trauma – „Terror“ – hat sich ebenfalls gelegt – seit einer Begenung mit einem ehemaligem RAF-Terroristen und einer aktiven Traumabewältigung (tag-geträumter Traum – ich werde nicht nur entführt, sondern erledige dann auch die Entführer, blutig – leider) habe ich diesbezüglich keinen Alptraum mehr gehabt (8 Monate immerhin). Spannend: ich habe ihn (will keinen Namen nennen) in einer Gerichtsverhandlung als Besucher per Zufall getroffen -er sass direkt neben mir -, und gleich erkannt – nach bald 30 Jahren. Das Plakat (siehe Link) hing bei mir zuhause, ich bin mit den Jungs und Mädels aufgewachsen, und das erste Gesicht in der Reihe – S.Albrecht – würde ich heute ebenso noch gut erkennen. Sorry: eine Fresse, die Frau Albrecht da zieht. Ihr Gesicht prägt(e) viele meiner Alpträume, und ich könnte ihr noch heute eine scheuern, wenn ich sie auf der Strasse treffen würde.
  • Das andere grosse Trauma (Bezug zur Vernachlässigung im Elternhaus/Kind = Möbelstück) steht noch an.
  • Stress im Beruf: ich verzettle mich mehr (als früher) aufgrund der Art der Arbeiten, die mir auf den Tisch gelegt wird, bekomme wenig Lob (dabei ist das Benzin für mich), werde auch leider nicht auf die Dinge angesetzt, die ich gut kann. Fühle mich dort regelrecht ausgebremst, und mindestens ein Fall von „am Stuhl sägen“ habe ich (z.T. dokumentiert, aber es reicht nicht aus). Unterm Strich würde ich sagen, man versucht, mich sozialverträglich zu vergraulen, damit ich selbst gehe.
  • Ich habe im BDSM Sinne endlich Glück (erlebt), und eine Lady gefunden, die mir ab und an den rechten Weg weist. Zudem kennt sie meine Liebste und beide sind mit der Situation im reinen – welch Glück – ich möchte es in die Welt herausjubeln. Also wenigstens hier.
  • Familie selbst: mal auf mal ab. Schwiegervater schwierig, wegen Starrsinn.
  • Glaube: die Kirche hat mich nun wirklich links liegen gelassen – ich habe ein mehr als gespanntes Verhältnis zu ihr entwickelt. „Hauptsache, die Kirchensteuer fliesst“ scheint es mir – durchaus bilateral. Kirche scheint hauptsächlich Angebote für Kinder, Ältere und Frauen zu haben, aber nicht für berufstätige Männer.
  • Glaube selbst: mit Gott am hadern, aber das kenne ich nicht anders. Angefangen von den kleinen persönlichen Dingen bis hin zur intergalaktischen Betrachtung (ernst gemeint). Ich bin Thomas, der Zweifler… Judas der Verräter… und wer mir grad sonst noch einfallen sollte…
  • Sonst privat: nicht gebessert. Nach wie vor nur ein kleines Unterstützungsnetz, kleiner Freundeskreis – 2 Leute würde ich dazu zählen (u.a. o.g. Lady). Ich bin augenscheinlich nicht einfach (oder jeder andere hat schon…) und die Tatsache, dass ich weit über 40 Stunden arbeite und auch noch recht Fahrweg habe, reduziert die Zeit zur Freundessuche weiter.
  • Wenig Ruhe und Musse zuhause. Kommt kaum zur echten Entspannung. Muss dran arbeiten…äh an Entspannung arbeiten, wie bizarr ist das denn?

Nun ja, schauen wir morgen, wie es weiter gehen wird. Danke Euch allen, die Ihr lest und ab und an Kommentare gebt oder auch nur an mich denkt.

 

~ von Waltkaye - 31. Dezember 2012.

Eine Antwort to “Jahresrückblick”

  1. trotz mancher negativer dinge habe ich deinen jahresrückblick gern gelesen. denn es ist auch viel gutes darin enthalten. und das freut mich für dich!
    ich habe keinen geschrieben und wenn ich es denn sollte – hm. ich glaube, das wäre bei mir nichts für die öffentlichkeit.

    möge das neue jahr dir freundlich gesinnt sein und viel gutes bereit halten für dich!
    das wünsche ich dir von herzen.
    lg,
    pajaneda

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