Ein weiterer Abschied

Nun bin ich auch aus dem AK SMuC ausgetreten, nachdem kurzerhande beschlossen wurde, die Webseite, die ich pflegen durfte, abzuschalten. Es hat eh keiner Interesse an mir oder meiner stümperhaften Arbeit. Es war dies der letzte Kreis, dem ich angehörte. Nun ja. Ich bleibe noch versuchesweise in der SZ, und wenn ich da nicht mehr weiterkomme, werde ich mich nur noch auf die Familie und die Arbeit konzentrieren. Soziale Beziehungen… schön wär es gewesen, aber ich bin nicht fähig dazu.

Nun, da das Abschiednehmen zu meinem Leben geworden ist, sollte ich es beschleunigen. Ich setze mir einen Termin für die SZ. Danach entscheide ich dort.

~ von Waltkaye - 25. Juni 2012.

6 Antworten to “Ein weiterer Abschied”

  1. Zur SZ hab ich dir dort geschrieben.
    Das andere: Mache deinen Wert NICHT vom AK oder der Website dort abhängig!
    Bitte.

  2. Hallo,

    bisher hast Du ja noch keinen Kommentar hier von mir bekommen, aber ich lese Dein Blog schon eine Weile und ich finde es irgendwie ein wenig verstörend. Ich weiß im Grunde jetzt schon, wo ich das hier schreibe, dass Du das wieder negativ für Dich auslegen wirst, aber dennoch werde ich den Kommentar so schreiben, wie er mir gerade im Kopf herumgeistert.

    Warum beziehst Du eigentlich alles auf Dich?

    Selbst wenn Deine Arbeit stümperhaft wäre (was ich allerdings bezweifle), so dreht sich die Welt nicht alleinig um Dich. Es wurde eine Entscheidung getroffen sie AK SMuC – Seite abzuschalten und vom Netz zu nehmen … und? Wo ist da das Problem? Hast Du mal nachgefragt, warum man sich dazu entschieden hat? Wie kommst Du zu der Annahme, dass das an Deiner „stümperhaften Arbeit“ liegen würde?

    Das scheint mir ein generelles Thema in Deinem Leben zu sein … Du hast anscheinend immer das Gefühl nicht genug Anerkennung zu bekommen und wenn Du mal welche bekommst, dann bist Du nicht bereit diese einfach mal anzunehmen, sondern siehst das auch sofort schlecht und nutzt es dazu, um Dich noch weiter runter zu ziehen.

    Meine Güte … KRIEG MAL DEN ARSCH HOCH und reiße Dich zusammen!

    Natürlich besteht das Leben nicht nur aus Friede-Freude-Eierkuchen, aber es besteht halt auch nicht nur aus Krieg-Hass-Regenwetter.

    Ich kann Dich durchaus verstehen, dass diese düsteren Gedanken ab und an aufkommen können, aber durch Dein Rumgejammere wird sich sicherlich nichts ändern!

    Du hast hier mit Pajaneda eine eifrige Leserin, die Dir immer zur Seite steht, aber auch das nimmst Du nicht wahr. Du willst es einfach nicht wahrhaben, dass Du auf dieser Welt gemocht wirst und mir macht es den Anschein, als würdest Du Dich in dieser „Opferrolle“ sehr wohl fühlen.

    Man, man, man … die Seite des AK ist weg … es lag nicht an Dir und Du bist ein Mensch, der gemocht wird. Denke da einfach mal drüber nach und nimm es an!

    CU
    Dark-Desire

    • schön, dass Du schreibst.

      Ich beziehe nicht „alles“ auf mich. Sondern ich schreibe hier meine Erlebnisse, Erfahrungen einerseits, und dann natürlich meine Gefühle und Gedanken, Schlussfolgerungen und Interpretationen andererseits. Beim den Ersteren werden wir beide hoffentlich nicht diskutieren müssen. Bei den letzteren 4 Dingen mag ich Dir durchaus zustimmen, dass ich da auch falsch liegen kann. Gefühle sind nicht so leicht zu beeinflussen, und alles hat eine Vorgeschichte, die Du nicht kennst. Die Gedanken, Schlussfolgerungen und Interpretation sind in der Tat gefärbt und da beziehe ich Position zum Rest der Welt und mir. Auch da liegen Erfahrungen zugrunde – sollten wir uns kennen, dann sprich mich an und ich erzähle Dir gerne davon, das wäre hier im Internet zu persönlich, trotz Anonymität.

      Konkret: meine stümpferhafte Arbeit… wenn DU beigebracht kriegst, dass Leistung zentral ist, und Du feststellst, dass Leistung Deinen Wert bei Menschen ausmacht, dann wird „man“ so. Ich kenne mich gut mit einigen Dingen aus… früher hiess es dann allenfalls „Du kennst Dich doch mit xxx, kannst Du mir helfen“. Das habe ich treu und brav immer gemacht. Aber Beziehungen haben sich keine entwickelt. (Meine Interpretation mittlerweile: ich bin beziehungsunfähig. Deine?) im AK wurde ich immer nur dann kontaktiert, wenn es negative DInge wegen der Website gab. Krankheitsbedingt und arbeitsbedingt kann ich halt auch nicht immer so, wie ich gerne wollte. Keiner wollte die Zeit aufbringen, mit mir eine Schulung für cas CMS zu machen (das dauert ca eine Stunde, dann weiss mann alles!). Da alle verstreut sind, habe ich das auch per Screensharing und Telefon vorgeschlagen… Nada. Also wie soll ich das interpretieren?
      Und bezüglich der Inhalte… ich habe in den Monaten viel entwickelt, auf Basis eines Workshops im AK in LÜ und eines Bundestreffens. Das wurde dann jetzt als zu viel betrachtet – dabei war das pures Informationsmaterial für BEratungsstellen. Ich habe dazu positiven Feedback der hiesigen Landeskirche bekommen, und auch einige der rund 60 angemeldeten Personen haben das so geäussert: dass sie auf die Möglichkeiten genau wegen der Inhalte gekommen sind. Aber AK schiesst das ab. Meine Interpretation: habe nicht gut genug getextet und nachgedacht. Deine?

      Den Arsch hoch kriegen… versuche ich immer wieder. Will aber nicht klappen. Ich nehme mal an, Du hast Depr Erfahrung, die Dich auch ganz nach unten gebracht hat, konkret Suizidabsichten, manchmal zwangshafte Suizidwünsche und -Träume, und auch den konkreten Versuch (den ich hinter mir habe). Wenn man es in der Situation nicht schafft, sich wie Münchhausen selbst aus der Scheisse zu ziehen, dann bleibt man wo man ist. Logisch, oder?

      Last but not least: Pajaneda kommentiert in der Tat fleissig und ich bin ich sehr dankbar. Ich habe noch einen anderen Kommunikationskanal mit ihr, und sie kennt mich persönlich. Ich habe ihr vor geraumer Zeit geschrieben, dass ich ihr abnehme, dass sie Sympathie für mich hat, und das würde ich unterschreiben. Bei allen anderen? Scher zu sagen. Die_S. meldet sich ab und an, sonst bleibt es still; auch wenn ich selbst anfrage (was ich zugegebenermassen mittlerweile nicht mehr mache): Ich bin nun aus allen Kreisen rausgegangen, nicht nur dem AK, sondern auch z.B: in der SZ aus dem BDSMuC, aus einem privaten BDSM-Bekanntenkreis etc. Lediglich im Bastelkreis (in der SZ) hat die Administratorin eine nette Nachricht geschickt. Allen anderen, auch die die mich persönlich kennen (ca ein Dutzend Personen) ging es reichlich am Arsch vorbei. Waren die vielleicht sogar froh, dass ich nun weg bin, so querulatorisch und sperrig wie ich bin? Ich weiss es nicht. Aber nachdenken über seinen Wert wird man dann wohl dürfen.
      Wo beziehst Du Deinen Wert her? Bist Du so in Dir selbst ruhend, dass Dich der Rest der Welt mal kann? Oder hängst Du auch an sozialen Kontakten? Oder dem Wert in der Arbeit? Oder…?
      Welchen GRund zur Annahme sollte ich haben, dass ich Kontakte entwicklen kann, nach Jahrzehnten des Fokus auf beruflichen Erfolg und Jahrzehnten der z.T. ungewollten aber aufgestülpten Isolation (Elternhaus hatte sehr spezielle Randbedingungen)? Ich habe es nun 5 Jahre versucht, und bin – von Pajaneda, Die_S. und 2 weiteren Menschen immer noch völlig isoliert. Bemühen allein reicht offensichtlich nicht. Was fehlt?
      Und wenn DU magst, kannst Du mich in der SZ gerne kontaktieren.
      LG Waltkaye

  3. Hallo nochmal 🙂

    > schön, dass Du schreibst.

    Ich habe auch lange mit mir selber gewrungen, ob ich Dir schreiben soll oder auch nicht, aber letztlich habe ich mich ja für eine Antwort entschieden. Mal ein wenig zum Hintergrund … ich erkenne sehr viele Parallelen in Deinen Einträgen zu meinem eigenen Leben und oftmals kann ich Deine Einträge durchaus nachvollziehen. Auch bei mir gab es mal eine sehr düstere Zeit und ich hatte das Gefühl in einem Loch zu stecken, aus dem es nur einen einzigen Ausweg gebe. Ich habe (und mache das immer noch größtenteils so) das alles mit mir selber ausgemacht und oftmals hätte ich mir jemanden gewünscht, mit dem ich mich einfach mal austauschen kann. Mit all diesem Hintergrund, wollte ich Dir einfach mal schreiben.

    Zu meiner Antwort … es ist etwas schwierig hier Dein Blog so zu überfluten, aber momentan habe ich leider keinen anderen Weg. Sorry schon mal dafür.

    > Ich beziehe nicht “alles” auf mich. […]

    Nein, wir kennen uns nicht, daher ist es natürlich sehr schwer Dich anzusprechen, aber dennoch möchte ich hier auch ein wenig etwas zu schreiben. Selbstverständlich ist jede unserer Reaktionen persönlich eingefärbt und abhängig von den gemachten Erfahrungen, die ich natürlich nicht bewerten kann, aber dennoch habe ich bei vielen Einträgen das Gefühl gehabt (was ja auch von mir eingefärbt sein wird), dass Du egal was auch passiert Du es negativ für Dich auslegst und Du den Fehler bei Dir suchst. Ich selber habe das auch so gemacht und bevor ich sagte „die anderen sind schuld“, habe ich den Fehler bei mir selbst gesucht. Ich habe mir selber Vorwürfe gemacht und mich nieder gemacht, aber mal abgesehen davon, dass „Schuld“ sicherlich ein sehr wertendes Wort ist, ist ein Fehlverhalten nicht wirklich immer zu erklären. Es gibt ganz einfach Situation die sich entwickeln und alles ist irgendwie voneinander abhängig. Ich habe für mich festgestellt, dass nicht immer ein Problem auf meiner Seite liegen muss, sondern es einige Dinge gibt, die sich halt einfach entwickeln. Man muss es akzeptieren und seinen eigenen Weg suchen. Ich muss mich mit den Situationen abfinden und ich muss sie akzeptieren. Wenn mich etwas stört oder ich wegen etwas traurig bin, so muss ich einen Weg suchen, mit dem ich glücklicher bin. Ich weiß auch, dass sich das sehr leicht schreiben lässt und mit Sicherheit gelingt mir das auch nicht immer, aber der Vorsatz ist da und selbst wenn man nur kleine Wege findet und man nur kleine Schritte in eine bessere Richtung geht, so ist es doch eine Verbesserung.

    > Konkret: meine stümpferhafte Arbeit… wenn DU beigebracht kriegst, dass Leistung zentral ist, und Du feststellst, dass Leistung Deinen Wert bei Menschen ausmacht, dann wird “man” so.

    Aber wer bestimmt denn, was genau die „Leistung“ ist? Oftmals legst Du doch selber für Dich fest, wann genau es eine Leistung ist, aber oftmals übersieht man leider, was man wirklich alles geleistet hat.

    > Ich kenne mich gut mit einigen Dingen aus… früher hiess es dann allenfalls “Du kennst Dich doch mit xxx, kannst Du mir helfen”. Das habe ich treu und brav immer gemacht. Aber Beziehungen haben sich keine entwickelt. (Meine Interpretation mittlerweile: ich bin beziehungsunfähig. Deine?)

    Auch ich kenne das. Ich werde oft angesprochen nur weil man meine Hilfe braucht, aber wirklich Interesse an meiner Person besteht hier nicht. Das ist auch ok so, wie ich mittlerweile sagen muss. Ich helfe hier nicht, weil es meine „Pflicht“ ist, sondern weil ich gerne helfe. Für mich ist es schon ein Gewinn, wenn ich weiß, dass ich jemandem geholfen habe. Ich brauche hier auch kein entsprechendes Feedback, denn alleinig wenn ich sehe, dass sich jemand freut, wenn etwas wieder funktioniert, dann freue ich mich.
    Beziehungsunfähig? Kann man das überhaupt sein? Beziehungen sind ein sehr schwieriges Geflecht aus Erfahrungen, Erwartungen, zwischenmenschlichen Interaktionen, aber das jemand ein vollkommener Misanthrop ist, kann ich nicht glauben und auch nicht, dass jemand beziehungsunfähig ist. Selbst wenn mich jemand hasst, dann hat er ja im Grunde eine Meinung über mich und von mir (mag die stimmen oder auch nicht) und so haben wir strenggenommen auch eine Art Beziehung.

    Ich habe mich mal in einer Zeit sehr nach außen verstellt, da ich der Meinung war, dass ich nur so jemanden kennenlernen könnte. Das ist falsch, wie ich mittlerweile weiß, denn so wird man nicht glücklich. Ich verstelle mich nicht, für niemanden. Wer mich nicht mag, wie ich bin, den brauche ich auch nicht. Wie viel Menschen gibt es auf der Welt? Irgendwas zwischen 6 und 7 Milliarden… da soll es nicht eine einzige Person geben, die mich mag? Never! Das wäre schon extrem eingebildet von mir, wenn ich der Meinung wäre, dass ich so einmalig auf der Welt wäre.

    > im AK wurde ich immer nur dann kontaktiert, wenn es negative Dinge wegen der Website gab. Krankheitsbedingt und arbeitsbedingt kann ich halt auch nicht immer so, wie ich gerne wollte. Keiner wollte die Zeit aufbringen, mit mir eine Schulung für cas CMS zu machen (das dauert ca eine Stunde, dann weiss mann alles!). Da alle verstreut sind, habe ich das auch per Screensharing und Telefon vorgeschlagen… Nada. Also wie soll ich das interpretieren?

    Du fragst mich, wie Du das interpretieren sollst? POSITIV! Die Leute in der AK haben anscheinend gefunden, dass Du einen exzellenten Jobs dort machst, denn warum sollte sich noch jemand weiteres dort einarbeiten? Sie hatten doch jemanden, der die Seite gut betreut hat und generell ist es sehr oft so, dass die Menschen träge sind. „Ja .. mir gefällt die Seite… was? Ich soll da mithelfen??? Neee….“ Es sind nicht alle so, dass sie weiterhelfen wollen. Viele Menschen sind egoistisch und so investieren sie auch keine Zeit.

    Du wurdest nur kontaktiert, wenn es Probleme gab? Was stört Dich daran? Man wusste, dass Du fähig bist und man freute sich, dass man mit Dir jemanden hat, der Probleme lösen kann. Es ist doch schön, wenn man gebraucht wird. Natürlich wolltest Du hier vermutlich auch Kontakte herstellen, aber so etwas kann man nicht erzwingen. Ich kenne den AK nicht und auch die Seite kenne ich nicht, aber generell ist es auch in anderen Foren so, dass man nur schwer Kontakte herstellen kann. Das Internet scheint mir hier einfach nicht der richtige Ort zu sein. Die Anonymität ist zwar auf der einen Seite hilfreich, aber sie kann auch hinderlich sein.

    > Und bezüglich der Inhalte… ich habe in den Monaten viel entwickelt, auf Basis eines Workshops im AK in LÜ und eines Bundestreffens. Das wurde dann jetzt als zu viel betrachtet – dabei war das pures Informationsmaterial für BEratungsstellen. Ich habe dazu positiven Feedback der hiesigen Landeskirche bekommen, und auch einige der rund 60 angemeldeten Personen haben das so geäussert: dass sie auf die Möglichkeiten genau wegen der Inhalte gekommen sind. Aber AK schiesst das ab. Meine Interpretation: habe nicht gut genug getextet und nachgedacht. Deine?

    Du versuchst wieder einmal das „negative“ auf Dich zu beziehen, auch wenn Du hier klar ein anderes Feedback erhalten hast. Du schreibst selber, dass Du positives Feedback von der Landeskirche und rund 60 Personen bekommen hast. Der AK schießt das ab … warum sollte also der Fehler auf Deiner Seite liegen? Ich sehe hier das Problem eher auf der Seite des AK. Du hast vermutlich sehr viel Zeit investiert, hast Dir Gedanken gemacht, hast sie aufbereitet und es war ein exzellentes Ergebnis (natürlich alles reine Vermutungen von mir, da ich die Sachen nicht kenne), aber es wurde nicht vom AK angenommen. Schön … AK’s Problem. Du kannst Deine Sachen immer noch der Kirche und den Personen bereitstellen, denn so hilfst Du schon denen. Es mag durchaus sein, dass Deine Arbeit hier dennoch nicht anerkannt wird, aber brauchst Du das? Ich ziehe mir meine Befriedigung daraus, dass ich für mich weiß, dass ich helfen konnte.

    > Den Arsch hoch kriegen… versuche ich immer wieder. Will aber nicht klappen. Ich nehme mal an, Du hast Depr Erfahrung, die Dich auch ganz nach unten gebracht hat, konkret Suizidabsichten, manchmal zwangshafte Suizidwünsche und -Träume, und auch den konkreten Versuch (den ich hinter mir habe). Wenn man es in der Situation nicht schafft, sich wie Münchhausen selbst aus der Scheisse zu ziehen, dann bleibt man wo man ist. Logisch, oder?

    Sicherlich klingt das auf den ersten Blick logisch. Und Du hast Recht. Auch bei mir gab es mal diese Zeit.. Ich wollte nicht mehr, ich konnte nicht mehr und ich sah nur noch einen Weg. Ich habe mir damals Hilfe gesucht und ich persönlich kann für mich sagen, dass das nicht geholfen hat. Vielleicht war die aufgesuchte Stelle nur schlecht, aber vielleicht bin ich auch einfach nicht der Typ für solche Beratungsstellen. Ich mag das Bild des Münchhausens nicht, denn es vermittelt so eine Unmöglichkeit, aber im Grunde war es genauso bei mir. Ich war damals einsam und hatte keine Freunde. Ich jammert die ganze Zeit und zog mich in mich zurück, bis ich erkannte, dass das nicht der Weg für mich ist. Ich habe mir überlegt, was mir Spaß macht und dann habe ich es gemacht. Ich mochte Musik, also bin ich in entsprechende Discos gegangen, die meinem Musikgeschmack entgegen gab. Ich kannte keinen … egal! Ich bin halt alleine gegangen. Mich interessierte ein Film … also bin ich ins Kino gegangen… keiner da, der mitkommen wollte … EGAL! Ich bin alleine gegangen. Ich hatte mich damit abgefunden, dass ich wohl alleine bleiben würde und dennoch wollte ich versuchen mein Leben wenigstens ein Stückweit zu genießen. Genau so habe ich andere Menschen kennengelernt. Ich war nicht alleine, denn auch andere sind ohne Begleitung ausgegangen und so kam man evtl. auch mal ins Gespräch. „Du gehst auch alleine? Das lass uns doch zusammen alleine gehen, denn zusammen ist man gemeinsam einsam“.

    Dass das sicherlich nicht das Modell für alle depr Menschen sein kann, ist mir auch klar, aber was ich sagen möchte … jeder muss seinen eigenen Weg finden. Er mag steinig sein und er ist vielleicht auch nicht leicht, aber dennoch muss man seinen Weg finden und ihn einfach gehen.

    > Last but not least: Pajaneda kommentiert in der Tat fleissig und ich bin ich sehr dankbar. Ich habe noch einen anderen Kommunikationskanal mit ihr, und sie kennt mich persönlich. Ich habe ihr vor geraumer Zeit geschrieben, dass ich ihr abnehme, dass sie Sympathie für mich hat, und das würde ich unterschreiben. Bei allen anderen? Scher zu sagen. Die_S. meldet sich ab und an, sonst bleibt es still; auch wenn ich selbst anfrage (was ich zugegebenermassen mittlerweile nicht mehr mache): Ich bin nun aus allen Kreisen rausgegangen, nicht nur dem AK, sondern auch z.B: in der SZ aus dem BDSMuC, aus einem privaten BDSM-Bekanntenkreis etc. Lediglich im Bastelkreis (in der SZ) hat die Administratorin eine nette Nachricht geschickt. Allen anderen, auch die die mich persönlich kennen (ca ein Dutzend Personen) ging es reichlich am Arsch vorbei. Waren die vielleicht sogar froh, dass ich nun weg bin, so querulatorisch und sperrig wie ich bin? Ich weiss es nicht. Aber nachdenken über seinen Wert wird man dann wohl dürfen.

    Man darf vieles und sicherlich kann man gerade Gedanken niemanden absprechen! Das wollte ich auch nicht, aber Du denkst anscheinend immer nur in die eine Richtung. Zu Pajaneda kann ich nicht viel sagen, aber wie Du selber siehst, gibt es hier schon jemanden, bei dem auch Du akzeptieren kannst, dass er Dich mag. Ich bin mir relativ sicher, dass es da noch weitere geben wird.

    Zu anderen Personen kann ich nicht wirklich etwas sagen, denn ich kenne Dich ja nicht persönlich und so kann ich mir da auch keine Meinung zu bilden.

    Zur SZ … tja… da haben wir wieder das Internet. Es ist fast unmögliche im Internet wirklich echte Beziehungen aufzubauen. Ich sage nicht, dass das gar nicht geht, aber es ist extrem schwierig. Viele Menschen im Netz sehen eine Beziehung im Netz anders, als sie es im wahren Leben sehen würden. Es hat keinen interessiert, dass Du Dich aus diesen Kreisen verabschiedet hast? Nicht schlimm! Das zeigt Dir doch nur, dass es die richtige Entscheidung von Dir war. Warum in einem Kreis bleiben, der sich nicht für Dich interessiert? Wie genau das gekommen ist, kann ich natürlich auch nicht beurteilen, aber oftmals kann so etwas auch eine Frage der Entwicklung sein. Wenn Du nicht mehr im Kreis bist, kannst Du ja nicht wissen, was da ist. Vielleicht fragen sich ja viele wo Du geblieben bist, aber sie sind halt zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um da mal nachzufragen. Ich denke auch, dass das bei mir nicht anders sein würde. Ich bin jetzt seit fast 3 Jahren in einem Forum mehr oder minder aktiv und ich bin mir sicher, dass es keinem (oder nur sehr wenigen) auffallen würde, wenn ich da auf einmal weg wäre. Stört mich das? Nein! Ich suche in dem Forum die Sachen, die mich interessieren und es ist nicht mein Anliegen, dass man mich da lieben muss.

    > Wo beziehst Du Deinen Wert her? Bist Du so in Dir selbst ruhend, dass Dich der Rest der Welt mal kann? Oder hängst Du auch an sozialen Kontakten? Oder dem Wert in der Arbeit? Oder…?

    Ich denke, dass ich da jetzt einen ganzen Roman zu schreiben könnte, aber das würde hier sicherlich zu weit führen. Selbstverständlich bin ich nicht so abgebrüht, dass ich so in mir selbst ruhe, aber dennoch kann mich der Rest der Welt in der Tat mal. Es ist für mich eine Art des Selbstschutzes. „Erwarte nichts, dann kannst Du auch nicht enttäuscht werden“, ist oftmals meine Devise. Ich hänge schon an sozialen Kontakten, wobei ich die bei mir auch sehr gering sehe. Ich bin sehr vorsichtig mit der Verwendung des Wortes „Freund“, aber ich habe schon den einen oder anderen Bekannten. Wirklich öffnen … nein … wirklich öffnen tue ich mich nicht, denn da hätte ich zu sehr Angst verletzt zu werden.

    Gerade über das extrem traurige Thema Sexualität kann ich mich kaum unterhalten. Ich hatte mich genau aus diesem Grund bei einem Sexforum angemeldet, aber hier musste ich feststellen, dass das nicht die richtige Plattform ist. Sie ist ganz einfach zu oberflächlich und es besteht kaum ein wahres Interesse an den Menschen. Durch Zufall und vermutlich gerade weil ich nicht danach gesucht habe, schreibe ich mir nun mittlerweile mit zwei Mädels aus diesem Forum und ich bin froh, dass sie mich gefunden haben. Hätte sie mich nicht gefunden, so hätte ich sie bestimmt nicht angesprochen.

    Wert aus der Arbeit ziehen? *lach* Nein! Nun wirklich nicht! Oder sagen wir es mal anders … mittlerweile nicht mehr. Es gab eine Zeit, da habe ich mir den Arsch wund malocht, aber irgendwann musste ich leider feststellen, dass die Anforderungen immer größer wurden und die Anerkennung leider immer geringer. Heutzutage ist man als Angestellter/Arbeiter nur noch ein Werkzeug für ein Unternehmen und wenn das Werkzeug kaputt ist, dann holt man sich halt ein neues. Ich würde nicht behaupten, dass ich einen Burn-Out hatte, aber ich denke, dass ich seinerzeit nicht weit davon weg war. Heute … wo ich erkannt habe, dass man nicht den Menschen sieht, leide ich eher am Bored-Out-Syndrom. Ich versuche nicht aufzufallen, meine Arbeit einigermaßen zu erledigen und fühle mich teilweise unterfordert. Also Anerkennung aus der Arbeit ziehen? Nein!

    „Wo kommt dann meine Einstellung her?“, kannst Du jetzt sicherlich fragen. Schwer zu beantworten. Ich habe oftmals traurige Gedanken, aber ich versuche auch ab und an mal die schönen Dinge zu sehen. Das geht sicherlich nicht immer und oftmals komme ich mir vor, als würde ich in einer Achterbahn der Gefühle sitzen, denn es scheint mir ein ständiges auf und ab zu sein … aber dennoch versuche ich die schönen Dinge zu sehen und sie einfach mal anzunehmen.

    > Welchen GRund zur Annahme sollte ich haben, dass ich Kontakte entwicklen kann, nach Jahrzehnten des Fokus auf beruflichen Erfolg und Jahrzehnten der z.T. ungewollten aber aufgestülpten Isolation (Elternhaus hatte sehr spezielle Randbedingungen)? Ich habe es nun 5 Jahre versucht, und bin – von Pajaneda, Die_S. und 2 weiteren Menschen immer noch völlig isoliert. Bemühen allein reicht offensichtlich nicht. Was fehlt?

    Ich kann Dir sicherlich nicht beantworten was fehlt. Dazu kenne ich Dich zu wenig und außerdem wird es kein Patentrezept geben. Menschen sind einfach zu verschieden. Aber welchen Grund sollte es zur Annahme geben, dass Du keine Kontakte entwickeln kannst? Es hat keine gesagt, dass das leicht sein würde, aber dennoch kann man Kontakte knüpfen. Wie Du siehst, habe ich Dir ja hier auch einen Kommentar hinterlassen und so haben wir jetzt beiden einen neuen Kontakt, oder? Warum sollte das woanders nicht auch klappen? Man kann sicherlich nichts erwarten, aber wer auch nicht wagt, der auch nicht gewinnt.

    > Und wenn DU magst, kannst Du mich in der SZ gerne kontaktieren.
    > LG Waltkaye

    Habe gerade entdeckt, dass Du mich bereits über die SZ angeschrieben hast … Danke dafür, denn irgendwie bin ich da wohl zu sehr DAU und noch finde ich mich nicht so ganz in der SZ zurecht.

    Lieben Gruß
    Dark-Desire

    • ui. eine lange und differenzierte antwort. das muss ich erst mal in aller ruhe lesen, verdauen und dann antworte ich dir.

    • nun versuche ich eine antwort…

      „Ich habe für mich festgestellt, dass nicht immer ein Problem auf meiner Seite liegen muss, sondern es einige Dinge gibt, die sich halt einfach entwickeln. Man muss es akzeptieren und seinen eigenen Weg suchen. Ich muss mich mit den Situationen abfinden und ich muss sie akzeptieren. Wenn mich etwas stört oder ich wegen etwas traurig bin, so muss ich einen Weg suchen, mit dem ich glücklicher bin. Ich weiß auch, dass sich das sehr leicht schreiben lässt und mit Sicherheit gelingt mir das auch nicht immer, aber der Vorsatz ist da und selbst wenn man nur kleine Wege findet und man nur kleine Schritte in eine bessere Richtung geht, so ist es doch eine Verbesserung.“

      der vorsatz ist auch bei mir. und die gefühle schiessen so massiv dagegen. meinen eltern, besondere meiner mutter, bin ich hier besondere „dankbar“ für die prägung. ein thema in meiner therapie, aber leicht gesagt, schwer geändert. zuviel missbrauch gehabt. zu sehr um zuneigung gehofft. zu sehr links liegen gelassen.
      was die hilfe angeht – das belastet mich nicht wirklich – es ist halt nervig, darauf reduziert zu werden. also ob ich nur als „PC-Fachmann“ existieren würde. das ist so insular. so enttäuschend. warum fragt keiner „Du verstehst doch was von Kunst“ oder „Kannst Du mir mal mit der Bohrmaschine helfen“ oder… da liegen bei mir auch viele Stärken versteckt – denn man soll leisten es aber nicht zeigen (Eltern!), insbesondere auch „keine Gefühle nach aussen zeigen“ (wörtliches Zitat Eltern zu mir angesichts schwieriger Jahre durch externe Situation). das einzige, was man wahrnimmt, ist der Waltkaye als „PC Mensch“ (so schon tituliert worden)… scheisse. mein IQ liegt bei gemessenen 142. 2 volle Studien, PhD. ich kann mehr. interessiert an so vielem. kunst. philosophie. musik. mode (ähm ja…). neugierig, spass am lernen.
      und genau dort ist auch die herausforderung. eben meine leistung zu nutzen, um beziehungen zu gewinnen. weil es anders nie geklappt hat (ich wurde leider ab einem gewissen alter sehr isoliert und für längere zeit „gefangen gehalten“ – nein kein knast oder so, aber die situation hat analogien dazu).

      dein ansatz, ich sollte dinge zu machen, die ich gerne mache und mir gut tun, ist eigentlich logisch. aber es sind wieder die dinge, die mich alleine halten – ich bin nun mal gerne am rechner, oder schreibe was, male was, spiele klavier (das nicht mal gut), aber immer für mich allein. wer will schon über meine mittelmässigen bilder reden? oder seine eigenen zeigen? mit wem kann man über das empfinden reden, musik und farben in seinem kopf zu haben, die man nicht mal richtig ausdrücken oder gar aufschreiben kann. es ist hier zum verzweifeln.

      zu dem verlassen der kreise: ich bin sicher, es fragen nicht viele. ich habe über facebook kontakt zu einem aus dem AK, den ich sehr mag. das völlige gegenteil von mir, bodenständig und ein lieber kerl. und doch haben wir auch schon gemeinsam geweint auf einem AK treffen, weil wir beide einsam sind (leider ein paar kilometer zu weit weg um sich ab und an zu treffen). ich habe ihn gestern angerufen, er hatte mein gehen auch nicht bemerkt (fand es dann schade aber konnte mich auch verstehen). und seinem feedback zufolge dürfte es sonst kaum einer bemerkt haben. es hat auch sonst keiner gefragt. in der SZ bin ich aus 3 kreisen und einem stammtisch raus – rückfragen genau 1 (von der administratorin des DIY Kreises). sagt mir – wie Du auch selbst erkannt hast – alles. ich bin als „virtueller“ mensch (2 der kreise kennen mich halt nur per internet) nicht bekannt, und im 3. kreis und dem stammtisch (wo es genug gibt, die mich persönlich schon kennengelernt haben), genauso wenig. und in einem anderen kreis – nicht SZ – dasselbe. ob man (ich) da ist oder geht – es macht keinen unterschied. beim AK: man kann soviel man will, anfragen nach texten etc. ich habe das mehrfach über die mailingliste gemacht, und genau einer (sagen wir der übliche aktivist) hat gelegentlich was geantwortet. ansonsten grabesstille.

      wert aus der arbeit – besser als nix, oder? über werte habe ich hier im blog schon mehrfach geschrieben. meinen wert würde ich dadurch definieren, dass ich in beziehung stehe. in beziehung zu menschen, die mich kennen und trotzdem nicht verlassen. aber das trifft ausserhalb der familie (3 menschen) nur auf pajaneda zu, die mit mir noch kontakt hält (wofür ich sehr dankbar bin). ansonsten ist meine private welt also sehr klein.
      „Aber welchen Grund sollte es zur Annahme geben, dass Du keine Kontakte entwickeln kannst?“ Weil ich es seit fast 6 jahren versuche und bisher nicht sonderlich erfolgreich bin. so einfach. ich gehe grob richtung 50, seit dem 12 lebensjahr ohne freunde (bedingt durch o.g. situation). die letzten 6 jahre versuch… scheitern… depressionen, burnout… das höhlt innerlich aus, macht verletztlich und manifestiert die einsamkeit erst recht.

      unterm strich bleibt mir – aus meinem blickwinkel – nur der zugegebenermassen traurige ansatz, mich wieder irgendwie zurückzuentwicklen, zum menschen, der keine beziehungen braucht, damit er nicht durch deren fehlen kaputt geht? also der, der in seiner arbeit so viel zu tun hat, dass es nicht mehr nachdenken kann über dne rest der welt. scheiss vision. aber ich weiss einfach nicht mehr weiter.
      lg waltkaye

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