Wert des Menschen (1): Banker an die Wand stellen

Welchen Wert hat ein Mensch, ein Menschenleben?

Ich betrachte in den nächsten Wochen folgende Möglichkeiten:

  • Monetär, durch die Gesellschaft
  • Durch andere
  • Durch Gott
  • Durch sich selbst
  • Keinen

Monetär: d.h., ich kann mein Leben oder auch mein Sterben versilbern. In irgendeiner Form. Sei es als Arbeitnehmer, als „Leiharbeiter“, als Leiche für eine anschliessende Sezierung, … Die innerern Werte sind nicht relevant. Sind wir mal ehrlich: in der heutigen Zeit steht doch meistens der monetäre Zweck im Vordergrund. BWL, Marketing an vorderster Front zum Abkassieren. Und alle hinterher….

Oder Geld für mich = Rohstoff: Kompost, Wasser? keine 99 Cent wert. Wohlstandsmüll, und wenn die Zähne auch noch Amalgan tragen, dann Sondermüll.

Letztenendes wird es immer drauf hinauslaufen: meine Arbeitskraft entspricht in irgendeiner Form einem (!) Markt (!)-Wert (kein realer Wert !!!). Ein guter Fussballer hat einen hohen Marktwert. Ein Manager in einem grossen Konzern auch (obwohl da z.T. die grössten Pfeifen sind – die sind teilweise nicht in der Lage, was anderes als „Schnurren“ zu können, das aber so perfekt, dass man ihnen alles glaubt. Inkompetenz scshwappt hier nach oben.) Die hart Arbeitenden – z.B: Krankenschwestern, Müllarbeiter – denen wir durch die Gesellschaft klar gemacht, wieviel sie doch wirklich wert sind: eben nur wenig.

Friedrich Nietzsche schreibt: Alles Geschehen aus Absichten ist reduzierbar auf die Absicht der Mehrung von Macht

Ganz offensichtlich ist in unserer Gesellschaft der Wert stark durch diese Mehrung (von Macht = Geld) gegeben. Selbst Christen erliegen diesem Streben, wie das Beispiel Mitt Romney zeigt. (Falls er denn wirklich Christ ist – es steht mir nicht an, hier zu werten, aber trotzdem: ich bezweifle das.) Vergleichbare Beispiele gefällig? Schaut Euch um: Banker. Politiker. Ausbeutende Unternehmer. Für sich selbst den Kuchen und den Sekt, für die Mitarbeiter aber kaum das Wasser zum leben.

Ergo: wenn wir den Wert des Menschen monetär betrachten, enden wir dort, wo uns das Geld bisher in dieser Welt hingebracht hat: in der Krise. Die Reichen und deren Banker haben durch ihren Casino-Kapitalismus dafür gesorgt, dass nun ein grosser Teil Menschen darben, obwohl diese nichts dafür können. Gewinne wurden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

 

Banker an die Wand

Mit einem Eimer Farbe natürlich, damit die endlich was ehrliches arbeiten lernen.

 

Aber ich weiche ab: der monetäre Wert des Menschen ist krisenbehaftet und schlecht. Das Konzept gehört abgeschafft. und mit ihm die gigantischen Lohngefälle und Reichtümer. Ich erachte es als (in DE) Verfassungsbruch, wenn Kapitalanlagen in Form von Aktien keine Steuern vergleichbar einer Arbeitskraft kosten. Wäre es nicht umgekehrt besser: Arbeit wird nicht besteuert, aber Kapitalanlagen? Dann hätte der Mensch eher wieder auch monetären Wert.

 

Meinen persönlichen Wert mache ich leider viel zu oft von dem abhängig, was ich leiste. Vielleicht helfen mir die hier ohne grosses Reflektieren heruntergeschriebenen Gedanken der nächsten Zeit, das mal auszusprechen, was für mich überhaupt noch sonst denkbar ist.

~ von Waltkaye - 18. Mai 2012.

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