CEO, CFO, die Kirche und Gottesferne

Heute geht es mir emotional dreckig, und ich würd am liebsten grad TOT sein.

Dabei sollte es mir eigentlich besser gehen: 2 meiner Baustellen schliessen sich; im SM dürfte was asm entstehen sein und bzgl. der Alpträume ist seit Wochen nichts gravierendes mehr passiert.

Umso mehr trifft es einen, wenn man an der Arbeit permanent zurückgesetzt wird. Ich bin leistungswillig, weiss auch, dass ich wieder leistungsfähig bin, aber … Ein relativ neuer, wichtiger Mitarbeiter (CFO) hat mit mir ein Problem, wie es scheint. Mein Chef (CEO) bremst mich immer wieder aus. Und meine Mitarbeiterin kommuniziert nur das, was sie muss; ist froh über den „Machtgewinn“ während meiner Erkrankung und ich drehe eigentlich Däumchen. Scheisse, Frau gewinnt. Dabei habe ich 3 Schwangerschaften einer Kollegin mitgetragen (den Job halt trotz eigener Überlast mitgemacht), da hat sich niemand bedankt. Fall ich 3 Monate aus, bin ich nahezu alles los.

Wofür habe ich eigentlich studiert, Karriere gemacht etc?

Um dann im mittleren Alter links liegen gelassen zu werden? Bis zur Erkrankung war mein Leistung tadellos, alle haben sich gewundert (eine Woche vor meinem Zusammenbruch), wie ich das schaffe. SO kommt der Absturz.

Und wer fängt auf? Chef ja nicht wirklich, das permanente Abblocken scheint nach und nach Methode zu haben. Gott? Der hat sich aus dem Staub gemacht und die EKIBA mit ihm. Das was in den (mir zugänglichen) Kirchen gelebt wird, ist Heuchelei. Kein Trost, keine Hilfe ist da, wenn man sie braucht. „Die Hölle, das sind die anderen“ schreibt Sartre, und da gehört die Kirche wohl auch dazu, muss ich erfahren.

Ich habe heute daher erneut bei der EKIBA angefragt, wie ich austreten muss. Ich möchte keine Predigt, wenn ich mal weg bin. Vgl. auch den Eintrag direkt vorher. Bin gespannt, ob diesmal eine Antwort kommt (4. Versuch)

Sollte ich in Bälde Suizid machen, weiss ich auch wo – in der Arbeit oder in deren Nähe. Nur um meinem Gefühl den richtigen Ausdruck zu geben; und vielleicht war der Suizid eines Kollegen vor einem Jahr ja aus ähnlichen Gründen. Gelernt hat keiner was draus.

Liebe letztverbliebene regelmäsigen Leser: der Statistik zufolge hat es sich wieder auf einen niedrigen Level an Lesern eingepegelt. Bitte hört auf, hier zu lesen, ich möchte Euch beide nicht mit meinem Geschreibsel auf den Geist gehen, möchte aber dennoch bloggen.

~ von Waltkaye - 17. April 2012.

Eine Antwort to “CEO, CFO, die Kirche und Gottesferne”

  1. nein, den ‚gefallen‘ tue ich dir nicht, hier nicht mehr zu lesen. denke, das wusstest du auch.
    und natürlich soll dich das nicht vom bloggen abhalten, dass da jemand ist, der anteil nimmt. auch wenn dir das vielleicht widersprüchlich erscheint.

    wenn ich schon sonst nichts tun kann, so will ich doch wenigstens da sein und anteil nehmen.

    sei behütet, ich denke an dich.
    pajaneda

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