Vermisst verloren Verlust

Nachdem ich nun einige Kreise verlassen habe und mehr oder minder nur noch „Hauptaccounts“ habe (d.h. allgemeine Mitgliedschaften, aber keine speziellen Gruppen), ist eines festzustellen:

  • aus den Gruppen, die sich mit Psyche Depression, Suizid etc beschäftigen, hat NIEMAND zurückgefragt
  • aus der Gruppe (ist nur eine), die sich mit Glauben beschäftigt, haben mich die 2, die mich auch persönlich kennen zurückgefragt
  • aus einem Bastelkreis hat mich die Administratorin zurückgefragt und gemeit, ich kann gerne jederzeit wiederkommen

Seltsam. Genau dort, wo man mehr Nähe erwarten sollte (1. auf der Liste oben), da ist tote Hose. Da, wo es am weitesten entfernt ist, kam wenigstens Admin.

 

Was folgere ich daraus?

Es gibt wenige, die mich kennen, und noch weniger, die mich vertschätzen. Wie ich nun oft genug formuliert habe, bin ich kein grosser Verlust, wenn ich verloren gehe.

Und ich gehe meinen Weg weiter; bis 1.4. werde ich auch die Zugehörigkeiten zu den o.g. Hauptaccounts prüfen (das wären .B. SZ, (wer nicht weiss, was das ist, ist selber schuld), die Evangelische Kirche, Fachmitgliedschaften als Professional in meinem Beruf,…)

~ von Waltkaye - 16. Februar 2012.

4 Antworten to “Vermisst verloren Verlust”

  1. Einerseits kann ich dein Bedürfnis nach ‚tabula rasa‘ verstehen. Aber es fällt mir sehr schwer, das zu akzeptieren.
    Da ich aber weiß, dass die Entscheidungen aus dir selbst heraus kommen (müssen), weiß ich auch, dass ich dich nicht zu anderen bewegen kann.
    Aber ich denke an dich!
    LG,
    Pajaneda

    • Ich habe ja nicht geschrieben, dass ich die persönlichen Kontakte aufgebe; auch nicht, dass ich alle Mitgliedschaften aufgebe, sondern prüfe.

      Aber in der Tat hat mir keiner der Kreise ernsthaft auf meinem Weg geholfen – zum Teil ja kontraproduktiv, weil ich umso mehr die Einsamkeit gespürt habe. Wenn Du Robinson bist, weisst Du, dass Du allein auf Deiner Insel bist und musst Dich arrangieren. Wenn Du aber nicht auf der Insel bist und genauso wenig zu sagen hast, dann ist das m.E. schlimmer.
      Ich habe mal mein Kontaktnetz gezählt, wioeviele Leute kennen mich als Mensch (nicht beruflich) und mit wie vielen schaffe ich es „halbwegs“ Kontakt zu halten. Aus der Klinik 1, 2 aus der SZ (bist Du dabei) und 2 aus dem AK. Kontakt halten heist bei 3 davon, dass ich schreibe und irgendwann auch nette Antwort bekomme. Bei 2 kommt auch von selbst was (bist Du eine davon).
      Zu mehr reicht es bei mir halt nicht.
      Ich muss mir selbst genügen und wie früher in meinen Jahren vor dem Versuch, mich zu öffnen, auch irgendwie wieder selbst in den Griff zu bekommen.
      Ich habe an anderer Stelle auf diesem Blog mal eine wissenschaftliche Studie referenziert; Einsamkeit macht noch mehr einsam; und ich kann das bekräftigen, zumindest wenn man sich nicht permanent verstellen will.

  2. Danke für die Differenzierungen.

    Und das andere – ich nehme es zur Kenntnis, nehme es an als deine Wahrheit. Was mir hier verschlossen bleibt ist das Nachempfinden.

    Lieben Gruß,
    Pajaneda

  3. das ist ja auch gut so, dass du es nicht nachempfinden kannst.
    es würde ja bedeuten, dass du dasselbe erlebst und das will ich keinem wünschen – es ist kein schönes gefühl, so „überflüssig“ zu sein

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