Tu mir was Gutes – und versage dann und leide

Was soll ich sagen. Im Versuch, mir etwas Gutes zu tun, habe ich einen Absturz erlebt, wie er heftiger kaum sein könnte.

Endlich mal einen Besuch eine öffentlichen BDSM Location (catonium), mit Outfit etc… Jemand lieber bietet an, mit mir zu spielen. Nach 10 Minute Aufwärmen erst mal Schluss. So weit so gut.

Und dann mein Absturz. Plötzlich sind alle weg, und ich in der Fremde, mit Outfit. Erstesmal bei einer solchen Party, erstesmal öffentlich bespielt, erstesmal mit Outfit. Und dann aufs Mal allein. Trau mich lange nicht weg vom Tisch, meine sozialen Ängste dominieren. Nach ca einer Stunde schaffe ich es dann doch. Finde einige der anderen, sind aber sehr beschäftigt. Hänge in einer Ecke rum. Gehe dann dahin, wo Musik läuft und setzte mich in eine dunkle Ecke. Sehe all die Menschen, meist Paare. Fast alle scheinen zufrieden oder sogar mehr zu sein: glücklich. Ich habe noch nie soviele fröhliche und glücklich wirkende Menschen auf einem Raum erlebt, eigentlich eine super Stimmung. Und mir drückt es gleichzeitig die Luft ab. Immer deprimierter über die eigenen Situation. DAS kann ich nicht erleben, habe keinen adäquaten Partner, nach nun 5 Jahren versuchten Werbens bei meiner Liebsten bzw. auch der Suche nach Spielpartnerin. Da läuft es bei mir einfach sch….

Ich sinke immer tiefer ins Loch, immer mehr wieder im Tunnelblick. Irgendwann weckt mich jemand aus der Gruppe, weil sie sich nach einigen Stunden doch Sorgen gemacht und gesuch haben. Aber ich bin nicht mehr richtig zu erreichen. Bleibe bei und in mir, die Worte gehen schon an mir vorbei ohne dass ich sie noch richtig wahrnehme. Nutze eine Kerze, um mir die Haare am Arm abzufackeln. Mir die Handflächen zu verbrennen. Denke nur noch dran, mir meinen Schwanz abzuschneiden mit einer Heckenschere. Den (linken) Arm mit einer Axt. Meine Alpträume sind wieder da. Weine nur noch, bis mich die anderen zur Abfahrt holen, so nach ca 5 Stunden. Schlucke alles runter, so gut es geht.

Bleibe taper so gut ich kann am nächsten Morgen und versuche, meinen Frust möglichtst wenig sichtbar zu machen, und auf dem (12 Stunden dank Bahn) dauerenden Rückweg immer wieder weinen und allein sein. Bei den Pausen (Umsmteigen) schaue ich den Zügen zu und denke mir, statt Schwanz oder Arm besser gleich den Kopf abschneiden.

Dabei waren alle lieb und nett zu mir. ICH bin das Problem. Nicht die anderen. ICH bin falsch konstruiert. Und nun weine ich schon wieder, sofern die Tränen noch fliessen. Meist schliesse ich es ja wieder in mich ein.

~ von Waltkaye - 29. August 2011.

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