Matthäus 25, 14-30

Verse 29 und 30, nach Luther: „Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen.“

Genau das erlebe ich, zumindest aus meiner Sicht. Am Wochenende nach längerem auf einem christlichen BDSM Workshop gewesen („smuccies“). Geistlich war das ok und inhaltlich produktiv. Aber wenn ich mein Leben anschaue, ist der Eindruck klar: es wird mir gerade vieles genommen. Das, was ich mir schon lange wünsche, gibt es nicht (für mich). Andere scheinen da glücklich zu sein. Wer viel hat, dem wird noch einiges dazu gegeben. Wer nix hat, dem wird halt (anderes, was er noch hat) weggenommen.

Kontakte (Freundschaften keine) sind auch wieder ein paar weniger geworden. Bei den Smuccies sind die meisten derjenigen, die ich zumindest vom geistlichen Austausch her kannte, ausgetreten. Es sind ca noch 3 Leute da, mit denen ich etwas Kontakt habe (etwas = ich schreibe was und kriege eine Antwort, mehr ist das auch nicht).  Die anderen (ausgetretenden) sind auf ihre Art ja versorgt und glücklich, das gönne ich denen auch. 

In der SZ sind es auch weniger geworden, im SMF329 bin ich mittlerweile ganz isoliert. Zu Recht. Bin ja selbst dran schuld. Bei BDSMuC schaut es ebenso aus. Ich interessiere einen Dreck und bin Dreck.

Aus passenden Mailings heraus sehe ich nur, dass man sich anstrengen soll, aber nicht den Eindruck erwecken soll, Kontakt zu suchen. Die, die im BDSM „versorgt“ sind, erklären mir ausserdem, dass das ja nicht wichtig ist, ich schon jemand finde oder dgl. (4 Jahr lang dauert nun die Suche).

Welche Logik bleibt mir dann noch übrig?  Unterm Strich bin ich weder menschlich noch geistlich nützlich oder als Freund wertgeschätzt. Als Arbeitskraft im Schwinden. BDSM gar nix. No Sex. Familie… wer weiss wie lange noch?

Es bleibt mir die „Hoffnung und Zuversicht“ auf Matthäus 25, 30: Aus dem Anvertrauten nix gemacht, wird nun nach und nach alles genommen?

Ich habe meine Antidepressive jetzt abgesetzt, denn ausser Schweissausbrüchen hat es mich nicht zu einem besseren, glücklicheren Menschen gemacht. Statt „Sex & Drugs & Rock´n´Roll“ halt „No Sex, No Medis, No was auch immer“.  Es geht nur noch abwärts; ich beschleunige es nun nur damit.

Ach ja: posten werde ich auch nur noch seltener; warum auch, gibt ja keine Änderung nach oben, und mein Genöle hat die Welt nicht hören wollen – braucht es auch nicht.

~ von Waltkaye - 11. April 2011.

2 Antworten to “Matthäus 25, 14-30”

  1. Wer du wirklich bist, kannst du nur erfahren, wenn du anderen hilfst.
    Wer außer dir soll sie verstehen?

    • Na ja, berufsbedingt helfe ich anderen ein wenig. Deswegen weiss ich trotzdem nur ungefähr wer ich bin; aber das ERgebnis ist halt doch niederschmetternd: Looser…

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