nach einer emotional harten Woche immer noch trübselig – aber wenigstens heute morgen konnte ich mal wieder herzhaft lachen – kinder & komik…

immer mehr merke ich (oder glaube zu merken), wie sehr mir in der arbeit der boden unter den füssen weggezogen wird. es sind viele kleine details, an denen ich in der summe vermute, dass dahinter eine „hidden agenda“ steckt – will man mich loswerden? aufgabengebiete wurden ja (ohne chance für mich) eingeschränkt – sicher sinnvoll im grundsatz, aber in der menge drastisch. die verantwortung ist aber geblieben, d.h. selbe verantwortung (jahresziele) aber weniger kompetenzen !!! sehe ich meine aufgaben, bin ich im prinzip nur noch durchlauferhitzer und damit eigentlich überflüssig. ein nachfolger scharrt mit den hufen, der könnte das machen, was ich mache, und ist billiger und wohlangesehen.

das wetter und meine körperlichen schmerzen tragen ihrerseits dazu, dass auch die seelischen schmerzen steigen. ich bin in therapie, das ist gut, und ich reflektiere dort, was wahr sein kann, welche beweise es wofür gibt, was der worst-case ist. ich bin noch nicht dort (worst case) wo ich gedanklich und in taten schon war, aber ich habe angst, dort wieder hinzukommen. 

ansonsten haben sich meine kontakte wieder ausgedünnt – eigentlich nur noch einer ist übrig geblieben. folgerung: bin wohl doch eine art „soziopath“ und muss wohl die einsamkeit akzeptieren. dabei habe ich mir so viel mühe gegeben; aber ich kann das einfach nicht hinkriegen. bin einfach nicht in der lage, kontakte zu leben.

~ von Waltkaye - 28. Januar 2011.

2 Antworten to “”

  1. Das mit der Einsamkeit ist so eine Sache – die Gedanken habe ich auch oft. Klar, wenn ich wollte könnte ich sicher viele Kontakte haben – und du sicher auch – aber nicht ohne mich komplett zu verstellen.
    Eine sehr gute Freundin sagte einmal zu mir, als ich in einem großen Tief war: Es gibt Wege, die muss man ganz allein gehen. (Wie Jesus ans Kreuz – da haben ihn auch alle verlassen). Sicherlich ist das nicht gerade tröstlich für dich, das kann ich gut verstehen, aber ich weiß nicht, ob ein „wird schon wieder“ unbedingt soviel besser wäre – es wäre auf jeden Fall nicht ehrlich, denn garantieren kann ich dir nicht, dass eben alles gut wird (was auch immer „gut“ ist) – das kann man niemandem, auch nicht, dem es scheinbar gut geht.
    Die Glücklichen unter uns, die ohne (innere und äußere) Probleme Gemeinschaft pflegen, ecken eben nicht an.
    Auch wenn ich mich oft danach sehne, so sein wie sie – ich weiß nicht, ob das wirklich so gut wäre …
    Ob man sich dann Soziopath, Verrückter, ganz besonderer Mensch oder einfach nur „ich eben“ nennt ist dann auch schon egal – Fakt ist: Man ist wie man ist und sollte das Beste daraus machen, wie es einem selbst am besten geht (denn es hilft niemanden, wenn es dir schlecht geht). Und die Menschen, die sich bei Problemen abwenden, sind meistens keine echten Freunde.
    Ich bin sicher, du könntest viele Freunde haben – aber vermutlich gehst du (für andere) zu ehrlich mit dir selbst um und das finde ich eigentlich gut!

  2. ich glaube nicht, dass du ein „Soziopath“ bist, wenn ich deinen text lese und mit den definitionen in wikipedia vergleiche.

    aber egal, da ich nicht unter starken depressionen leide kann ich mich nur schwer in deine lage hineinversetzen und schon gar keinen rat erteilen. das musst du für dich selbst machen.

    mir fällt aber das design deines blogs auf, und vor allem das logo:
    weiss (mit ein wenig schwarz) und schwarz (mit ein wenig weiss), also Yang und Yin, das Taiji aus der chinesischen philosophie, welches vor allem im Daoismus beschrieben ist, der auf dem Daodejing des legendären Laozi beruht, der übrigens was hochinteressantes sagte:
    „Ich kenne seinen Namen nicht, darum nenne ich es „Dào“.“
    (alles nachzulesen in Wikipedia)

    doch ist das Taiji natürlich nur eine abstraktion für ein wirkungsprinzip der allgegenwärtigen Natur. für mich ist das Taiji farbig, und zwar spektralfarbig ineinander überfliessend, und es rotiert und bewegt sich vorwärts, denn die Welt ist farbig und ständig in Bewegung, es gibt Nichts was stillsteht, daher ist für mich auch das einzig Absolute die Relativität Aller Dinge, und die Natur ist mein grosses Vorbild, denn alles ist Natur, und die Natur gewinnt immer! 🙂

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