Job ade?

Der letzte SA und ein Teil von FR und SO waren schön. 2 Ausflüge und 2 Gespräche mit Mitpatienten gehabt.

Aber Sonntag morgen ging es ziemlich abwärts – wegen der Mails von der Arbeit. Montag und heute, Dienstag, erst recht. Ich werde nach und nach ersetzt im Job. Neue Leute eingestellt. Es braucht mich dann ja irgendwann nicht mehr, und es würde mich nicht wundern, wenn ich nach meiner Genesung die Rechnung präsentiert bekomme. Vielleicht ist der Gedanke falsch – das will ich nicht bestreiten. Aber das Gefühl ist verdammt hart. Heute in einer der Therapien (Depression) war mir nur noch nach Selbstverletzung und Suizid, und ich bin schier in Tränen ausgebrochen. Ich konnte es grad noch kontrollieren – ich hab mich geschämt. Jetzt fühl ich mich reichlich deprimiert und müde.

Heute nacht zudem einen Alptraum gehabt, wie gehabt ein sehr existentieller, den ich in Abwandlung schon mehrfach gehabt habe. Steht jemand im Zimmer und bedroht mich. Dunkel, schwarz, düster. Tod.

Es fällt nach und nach alles in sich zusammen – meine Umwelt (Job), meine Innenwelt (Selbstachtung etc). Das Ende der Welt? Nicht weit weg von hier.

~ von Waltkaye - 14. September 2010.

2 Antworten to “Job ade?”

  1. Lieber Waltkaye,

    in der Welt der Symbole steht der Tod ganz und gar nicht für ein endgültiges Ende, so wie du es interpretierst. Vielmehr zeigt er einen Wandel an:

    „Der Tod

    Von Einflüssen der Vergangenheit frei machen. Gewesenes akzeptieren und Neues beginnen. Negatives aus dem Leben entlassen und für Besseres Platz schaffen.“ (Zitat von Esotericon.de)

    Ja, neue Dinge, neue Lebensbedingungen machen Angst, manchmal sogar Panik. Deswegen ist man oft genug geneigt, lieber im gewohnten Elend zu verharren. Es ist zwar absolut sch… und es geht einem damit schlecht bis zum geht nicht mehr – aber dieses Elend ist wenigstens vertraut, man kennt es. Das Neue ist aber unbekannt und wirkt deshalb „dunkel, schwarz, düster“.

    Doch bemüht man sich, trotzdem darauf zuzugehen, das Alte nach und nach loszulassen und sich mehr und mehr auf das Neue einzulassen, dann wird aus dem Schwarz ein Anthrazit, ein Dunkelgrau, ein Mittelgrau, ein Hellgrau und kurz vor erreichen des reinen Weiss, wo es schon wieder hell ist, kommen auch alle Farben wieder zu den Nichtfarben hinzu.

    Ja es mag sein, dass mit dir im Job nicht mehr gerechnet wird, aber ist das auch wirklich zu deinem Schaden? Gibt es dir nicht vielmehr Zeit zur Gesundung? Ist es vielleicht nicht sogar ein Schutz für dich selbst, dass sich auch hier ein Wandel vollziehen will?

    Ich wünsche dir die Kraft, in der Therapie nach und nach zu lernen, den nächsten Schritt zu tun. Zu lernen, dass alles was geschieht zwei Seiten hat – nämlich neben der negativen auch eine positive. Ich wünsche dir die Kraft, schrittweise negative Dinge aus deinem Leben entlassen zu können, damit die positiven dich erfüllen können.

  2. Ich denke dein Arbeitgeber hat das erkannt was du nicht erkennen kannst zur Zeit. Das es Zeit ist für eine größere Pause. Das deine Arbeit vorrübergehend durch andere Menschen erledigt werden muß. Das ist gut und richtig.

    Wie meine Vorrednerin schon sagte, da wo etwas Altes wegbricht ist wieder Platz für neues.
    Jetzt ist deine Zeit gekommen dich um dich zu sorgen und nicht um andere, nicht um arbeit und Familie. Das geht zur Zeit nicht. Du stehst am Rand und brauchst alle Kraft um nicht runterzufallen. Der dafür kein Verstäändnis hat sollte in deinem Leben gerade keinen Platz einnehmen.

    Ich wünsche dir ein bischen Licht in der dunklen Zeit
    Claudia

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