Bossing

Heute durfte ich erstmals erleben, was bossing bedeutet.
Chef meinte vor versammelter Mannschaft, fürs Thema „X“ hätte es bei uns niemanden, der es herausreisst. Ich bin berufsbedingt Spezialist für „X“ (und jeder weiss das), mit guten Zeugnissen und Referenzen aus vorherigen Jobs. Ich bin in der jetzigen Firma (leider) nicht für X zuständig; die Zuständigkeit ist seit geraumer Zeit verwaist. Setidem habe ich es meinem Chef in den letzten Monaten (seit niemand richtig dafür zuständig ist – der früherer „X“-Verantwortliche wurde entfernt) immer wieder angeboten, mich um „X“ zu kümmern. Immer hiess es, ich solle was anderes machen. ICH KANN „X“, und das sehr gut (ausnahmsweise habe ich das Selbstbewusstsein, um zumindest das vertreten zu können). Aber mein Chef lässt mich nicht, und eben die Aussage heute schob mir als „X“-Fachmann implizit die Schuld zu. DAS ist Bossing.
Bin irgendwo zwischen verärgert (was lange bei mir dauert, bis es an den Punkt kommt) und zu Tode betrübt. So treibt man Menschen in den Burn-Out.

~ von Waltkaye - 2. Juli 2010.

6 Antworten to “Bossing”

  1. Aufstehen und den Chef fragen, warum DU X nicht machen sollst, du hättest es ihm doch schon mehrmals angeboten.

    Ich denke, du solltest in eine Klinik gehen, einen besseren Chef findest du sicherlich. Warum tust du dir das noch länger an?

    • Boa bist Du schnell – kaum hab ich es gepostet, schon kommt der Kommentar.
      Ja, ich versuch grad einen Termin zu bekommen. Ich vermute, so wie es in der Arbeit aussieht, wird es mich den Job kosten. Ich hoffe, wegen der eigentlich guten Qualifikation, die ich habe, wieder was zu finden. Schaun mer mal. Ist halt mit dem Alter und der Diagnose ein gewisses Risiko.

      • Du wirst einen anderen Job finden, eine Depression muss man bei einer Bewerbung nicht erwähnen. Vielleicht lässt du dir schon mal ein Zwischenzeugnis ausstellen 😉

  2. Waltkaye, ich habe es dir schon ein paar mal geschrieben… Aber es ist immer noch meine Meinung: Lass deinen Job sein, wenn das so weiter geht zerstört er dein Leben.
    Einen neuen Job kann man suchen, ein neues Leben nicht.

    Gruss
    Hermes

    • In Grundsatz gebe ich Dir recht. Nur: in meinem Alter kann ich mich noch nicht zur Ruhe setzen, bin aber doch für den Arbeitsmarkt schon „altes Eisen“. Zumal der jetzige Job mit meinen ursprünglichen Qualifikationen wesentlich weniger zu tun hat, als beim Antritt erwartet und kommuniziert. Ich bin also ein wenig auf dem Abstellgleis – wären die Probleme nicht, ein gutes Gleis, so aber eben nicht. Es wird mir vermutlich aber nichts anderes übrig bleiben, als die alte Lokomotive wieder auf ein anderes Gleis zu fahren. Ich hoffe und bete, dass das dann klappt.

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