Ruhig und dumpf

Seit einigen Tagen (26.5) ja aus allem ausgetreten, mit Ausnahme von SZ; aber das ist vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, es ist der einzige Ort, an dem ich noch ein wenig virtuell so sein kann wie ich es gerne wäre.

Meine Mailboxen bleiben – verdächtig oder zu erwarten? – ruhig. Das letzte private, aber technische Mail (ich habe jemanden beraten) war also am 28.5., Es kommt seither nur noch Spam an. Damit kann ich auch die Mailbox still legen. Das Spannende dabei ist, dass es keiner meiner Bekannten gemerkt hat, dass ich aus den verschiedenen Kreisen raus bin. Die Mailbox ist ja noch aktiv. Ergo: vermisst mich auch niemand, wenn ich weg bin. Gut.

Die Arbeit die ich im SMUC verrichtet habe, werde ich – sofern ich Anfragen bekommen – noch machen. Das Versprechen gebe ich. S., die das auch macht (oder machen will), kann das aber sicher auch nach und nach übernehmen.

oo

ich sass nun 2 Stunden dumpf vor dem Rechner. Gebrütet. Ab und zu mit der Maus auf irgendein Fenster geklickt. Aber das Gefühl war wirklich dumpf. Im Kopf und auch im Körper. Wie ein Nebelschleier. Oder besser: wie benommen, nach eine Operation, wenn man eine Weile aufgewacht ist, aber noch nicht ganz da ist. Ich habe eine Halbe Ewigkeit gebraucht, um hier diesen Artikel zu schreiben. Aber dafür geht es jetzt wieder. Artikel schreiben aktiviert für eine Weile. Sollte ich mir merken.

Meine Liebste meinte heute nach der Arbeit, dass ich mir was gutes zu soll, und dass sie mir nicht mehr als das was sie gibt, geben kann. Ich werde definitiv mit meinen Wünschen alleine bleiben. Konsequenz: keine Wünsche mehr, verdrängen, sublimieren. Oder alleine Leben. Ohne Familie. Oder sonst was.

Ich suche mir ein neues Hobby. Pilzesammeln am besten. Als Laie kann ich dann mal einen Fehler machen und mir selbst meine Henkersmahlzeit brauen. Wäre besser so.

oo

Wieder eine Weile rumgedumpft. Ich denke über Gott und seine Welt nach. Kirchenaustritt scheint mir sinnvoll zu sein. Sie ist in keinster Weise für mich da (ausser ich lege mich dann mal in die Kiste – dann gibt es „natürlich“ mal wieder ein Happening), warum soll ich noch Steuern überweisen, die meinen Kindern mehr helfen? Dabei war ich mal aktiv, soweit man das mit Stress machen kann. Besuchsdienstkreis und Gemeindezeitung (früher in anderer Gemeinde). Aber hier wo ich nun auch lange bin nie Kontakt bekommen.

Tja und jetzt hoffe ich, dass sich die Klinik doch noch meldet. Oder auch nicht. Ich hab noch nie eine Kur oder dgl. gemacht und bin ein „günstiger“ Versicherter; andere rennen alle drei Jahre zur Kur…. Dabei drücke ich richtig kräftig was an die Krankenkasse ab. Spitzensatz, freiwillig selbst versichert. Kein Arbeitgeber, der 50% zahlt. Und doch ist die Hürde sooo hoch geworden. Wenn die Klinik nicht antwortet, ich glaub nicht, dass ich es nochmal probiere.

~ von Waltkaye - 4. Juni 2010.

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