Von der Freiheit, sich selbst zu sein

oder wie die allgemeinheit manchmal menschen ausgrenzt:

ich will mies drauf sein dürfen,

ich will auch suizid machen dürfen

ohne dass gleich alle angerannt kommen

und mit harten oder bösen worten mich dran hindern, mir die polizei schicken, mich zum psychiater schleppen, oder mir sonst klar machen, dass ich ein arsch bin.

kann ein mensch nicht über das eigene dasein entscheiden? steuern zahlen darf ich ja auch.

ich danke aber denen, die sich die mühe machen, mir mit einer differenzierten antwort und gebeten zu helfen. mit „K.“ aus „S“ gerade telefoniert. auch wenn ich nicht alle ihre optimistischen gedanken teile, so ist es doch wohltuend und hilfreich zu wissen, dass mir jemand sagt, dass es auch menschen gibt, die mich persönlich kennen und mögen. denen ich den worten zufolge fehlen würde.  „Do.“ (Name ähnlich) aus SZ/SMF, oder „Sat.“ (dito) ebenso von dort, die mit guten worten mir rat gegeben haben – danke. selbst „Cla.“ (dito), die mit harten worten mir helfen will (aber mit der bitte an sie, mal etwas weniger mauern aufzubauen, sollten weitere kommentare kommen – es gibt auch therapeutische killerphrasen).

ich hatte jedenfalls während dem telefon tränen in den augen – wie lange hab ich das nicht mehr gehört, wenn ich mal meine liebste hier davon ausnehme. danke!

ich versuche also, mich zwischen todeswunsch und leben durchzuwurschteln, so gut es geht. in der hoffnung, den „rechten“ weg zu finden, egal wie der ist. und in der hoffnung, diesen begehen zu können – (nicht ganz) egal wie es andere sehen.

~ von Waltkaye - 17. März 2010.

12 Antworten to “Von der Freiheit, sich selbst zu sein”

  1. Weisst du

    Du darfst dich gerne selber töten. Gar keine Frage. Jeder hat das Recht über sein Leben zu bestimmen. Das ist meine persönliche Meinung. Aber nach mehr als 10 Jahren Umgang mit Menschen die psychisch Krank sind gab es nicht einen einzigen der so laut wie du geschrieben hat und dann wirklich aus dem Leben geschieden ist.

    Dein Schreien und deine Agressivität sind schreie nach Hilfe. Aber jedes Hilfsangebot lehnst du gnadenlos ab mit Argumenten die einem fast körperlich Weh tun.
    Also bleibt bei mir und bei vielen anderen die Frage, warum willst du eigentlich leiden und für was?
    Warum möchtest du nicht das es dir besser geht denn es gäbe ja Wege und Mittel deinen Zustand zu verändern. Aber jeden vorgeschlagenen Weg lehnst du ab.
    Und dann wunderst du dich das sich die Menschen von dir abwenden?
    Das wiederrum kann ich auch nicht glauben. Du bist viel zu Intelligent.
    Ja Männer leiden halt lieber als zugeständnisse zu machen und zuzugeben das sie Schwach sind und nicht mehr das Leisten können was ihnen so eingeredet worden ist von anderen.

    Weisst du, meine Tochter kommt in 4 Wochen zur Kommunion und das Leitmotto ist “ Ihr seit das Licht dieser Welt“….
    Auf die Frage was das für sie bedeutet hat sie mir gesagt: Das heisst das wir für Gott ganz wichtig sind und das wir alles mit ihm bereden können. Das er alles was man tut immer verzeiht das man immer nur ehrlich sein muß zu Gott. Dann ist es ganz egal was man macht. Weil der hat nämlich alle Menschen gleich lieb.

    Genau das hat er und ein Stück dieses Lichtes wünsch ich dir. Sei ehrlich zu dir und zu deinem Gott und geh endlich in eine Klinik und lass dir helfen.
    Mehr als das Mantramässig zu wiederholen kann ich letztlich nicht da es die einzige Möglichkeit für dich ist den Weg zur Heilung zu gehen.
    Du weisst wo du mich findest genau so wie du weisst wo die Gruppe ist die dir helfen könnte wenn du denn wolltest.
    Dir sind alle Türen offen du mußt nur anklopfen.

    Claudia

    • ich denke, du hast mit dem „hilfeschrei“ absolut recht. all die jahre vorher, mit einem zahhaften „hallo hilfe“ bin ich doch ohne fortschritt gewesen.
      ich lehne nicht „jedes“ hilfsangebot ab. das mit einer stat. therapie kann ich mir schlicht und einfach nicht vorstellen – ich wäre meien job los. und dann? in meinem alter einen neuen job suchen, zumal mit meinem vorwissen? und der diagnose oder gar prognose? da bleibt m.e. nur noch harz 4…

      ich hatte nun aber ein gespräch in der paartherapie – und bin weiter hart aufgesetzt (eine seite der medaille), aber kann es mir nun vorstellen, auch eine vertiefte einzeltherapie anzugehen. schlicht und einfach, um meinem weiteren weg zumindest partiell alleine zu gehen – es lief in der PT drauf hinaus.

      deine worte über gott haben mich ebenfalls angerührt. ich habe mit ihm innerlich viel zu kämpfen, resp. lasse auch ihn kaum an mich ran. da wünsch ich mir selbst, wieder ein kind zu sein, und die untergegangenen/mangelnden dinge aus meiner eigenen kindheit geschenkt zu bekommen – von gott (so er existiert) oder halt durch eigene arbeit.

      und trotzdem wird es mich immer wieder lupfen mit dem suizid bzw den gedanken dazu. zu hart bin ich am rande… zu oft alpträume, in denen es um tod geht (meist kein suizid, aber eben umgebracht werden).

      ich danke dir fürs anklopfangebot, und werde es nicht ausschlagen, brauche aber zeit und ruhe für mich, um mich zu sammeln. bin da ein schnecke oder mimose.

      • Du schreibst der einzige Ausweg wäre harz 4 wenn du in eine stationäre Therapie gehen würdest.
        Ich glaube das nicht, niemand kann dir einfach kündigen weil du krank bist …blablabla.. und die Frage ist was du leisten kannst wenn du erst mal wieder gesund bist.
        Und ja, selbst wenn du Harz4 beziehen würdest. Wäre alle mal besser für deine Kinder als einen toten Vater zu haben.

        Aber das ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge.

        • na ja.. es soll ja auch menschen geben, deren arbeitsvertrag nicht in deutschland läuft, sondern unter einem anderen rechtssystem (in dem der schutz des arbeitnehmers nicht so ausgebaut ist wie in DE).

          • ja, es gibt für alles Gründe, dich weiss das, aber ich
            hab immer zu sehr am Leben gehangen als das ich das
            als meinen Maßstab nehmen wollte.

            Wie gesagt, wenn dir was an Dir und deinem Leben und vor allem an dem Leben deiner Kinder liegt mußt du lernen umzudenken.

            • was konkret macht für dich das leben lebenswert? ich meine die frage ehrlich und ernst.

              • Was mein Leben Lebenswert macht….

                Die Sonne jetzt im Frühjahr die morgens in mein Fenster scheint, die Tasse Kaffee mit einer Freundin
                bei Buch Habel oder in einem Strassencafe jetzt bei dem schönen Wetter, meine Aufgaben im Förderverein,
                die Erfolge die damit zusammen hängen. Meine Freunde die für mich da sind wenn ich sie brauche, ein
                gutes Essen am Abend, ein leckerer Wein hier in einer Straussenwirtschaft. Das wissen das ich immer
                Hilfe finden werde wenn es mir schlecht geht. Ein gutes Buch das mich zum lachen oder zum weinen bringt.
                Ein Tag in der Sauna. Ne schöne Party in Köln mit guten Freunden. Ja, für mich ist das Lebenswert wegen
                dieser ganzen Kleinigkeiten.

                Und dann gibt es da mein Kind. Es ist ja gar nicht meines.
                Es ist nur geliehen. Ich habe an diesem Kind erlebt was es bedeutet ein Elternteil zu verlieren. Ihre
                Mutter ist sehr früh verstorben. Ich habe sie unter dem Schrank liegend und laut nach ihrer Mutter
                schreiend erlebt. Ich habe gesehen was es aus einem Kind macht wenn es ständig damit konfrontiert wird
                keine Mutter mehr zu haben. Ich könnte Maus das nie antun mich auch dem Leben und somit aus ihrem leben
                verabschieden. Jeder darf mit seinem Leben tun was er will, aber wenn man Kinder in die Welt setzt hat
                man meiner Meinung nach eine Verpflichtung die man nicht ablegen kann wie ein altes Kleidungsstück. Und
                damit verbietet sich auch ein Suizid. Für mich. Du siehst in deinem Elend natürlich nur deine Seite und
                hast keinen blassen Schimmer was du deinen Kindern antust. Kein Geld der Welt kann einen Vater ersetzen
                kein Argument kann sie davon überzeugen das es so besser ist wenn du nicht mehr da bist. Keine Versorgung
                und sei sie noch so gut kann ihnen noch Frieden bringen in ihrem Leben wenn der Vater sich umgebracht
                hat. ……………Deine Kinder werden über viele Jahre nicht mehr wirklich frei lachen können, sie
                werden in ihrem Leben immer wieder darunter zu leiden haben. Du hast es bei uns im Zirkel seinerzeit auch
                lesen können wenn du aufmerksam warst.

                Das wissen darum macht mein Leben lebenswert, einfach weil ich möchte das es Lebenswert ist.
                Das hängt ganz viel mit meiner inneren Einstelllung zusammen. Bei mir ist das Glas halb voll
                und nicht halb Leer. Das ist der große Unterschied zwischen einem Depressivem und einem der die
                Depression überwunden hat. Bei dir sind alle Gläser halb leer. Du hängst am Geld wie ein ertrinkender
                und rechtfertigst damit all dein tun. Für mich ist Geld nicht mehr wichtig. Es bestimmt nicht mehr mein
                Leben. Mein Leben macht mehr aus als ein paar Tausend Euro auf dem Konto. Mein Kind ist glücklich,
                ich kann ihr das ein und andere kaufen und vieles auch nicht. Aber ich bin immer da, ich spiele mit ihr,
                und tue die Dinge die kein Geld kosten. Es ist nicht wichtig wie viel Geld man hat, es ist wichtig das
                man für sein Kind da ist. natürlich ist es toll das sie Flötenunterricht nehmen kann, ins Judo geht und
                auch regelmäßig ins Schwimmbad kommt und ins Kino. Aber es gab auch Zeite wo das nicht ging und das hat
                sie überhaupt nicht gestört. Weil ich da war. Das reicht, ich bin immer ansprechbar, bin immer für sie
                da, auf mich kann sie sich immer verlassen. Das ist es was zählt im Leben, nicht das Geld, nicht den Stand
                den man hat, nicht die Position in der Firma. Das ist, wenn man den Kindern vernünftige Werte vermittelt
                hat zweitrangig.

  2. Ich denke da wie Claudia, möchte aber noch hinzufügen, dass sich viele Menschen aus gerade dieser Gruppe Gedanken machen, wenn jemand in seinem Profil einen Blog verlinkt, und dann Suizidgedanken dort postet. Sie geraten an eigene Grenzen, erleben eigene Gedankengänge, eigene Unternehmungen und ihnen werde ihre eigenen Versuche, ihrem Leben ein Ende zu setzen, quasi aufgezwungen.

    Nun wirst du sagen, dass niemand gezwungen wird, in deinem Blog zu lesen, das stimmt jedoch nur teilweise. Nicht DU zwingst sie dazu, sondern ihre eigenen Gefühle, vielleicht ihr eigenes schlechtes Gewissen, ihre Angehörigen mal so geängstigt zu haben und der ununterdrückbare Wunsch, dir helfen zu wollen.

    Ein Buch, das ich dir sehr empfehlen möchte: „Die Hütte“ von William Paul Young.

    Das schreibt das Christliches Medienmagazin PRO dazu:

    „Dieses Buch verändert.
    Es nimmt dem Zweifler die Zweifel,
    dem Traurigen die Trauer,
    es gibt dem Hoffnungslosen neue Hoffnung. “

    Die letzten beiden Sätze von Claudia unterstreiche ich und füge ein „du kannst jederzeit anklopfen“ hinzu.

    Eike

    • mmm…. ein gesichtspunkt, der mir noch nicht in den sinn gekommen ist. ich habe mein profil dort in der gruppe entsprechend angepasst, so dass das blog nicht mehr zu finden ist – man muss mich dann anfragen. der gesichtspunkt zeigt mir, dass ich hier definitv an euch (SMF…) gefehlt habe – ich kann nur hoffen, dass es jemand ein stück weit versteht, und mich ansonsten entschuldigen.

      das buch werde ich mir definitv beschaffen.
      und auch bei dir: ich werde das anklopfen nicht ausschlagen, aber ich brauche einen guten moment, der nicht zu schwarz ist, um kontakte aufzubauen.

      • Darum ist es auch nicht gestattet, im Zirkel Suizidabsichten zu posten. Wenn du darüber diskutieren möchtest, was du gegen solche, immer wiederkehrenden Gedanken machen kannst, ist das eine andere Sache.
        Jedem von uns geht es mal schlecht und jeder hat auch mal das Recht zu jammern, wenn das allerdings nur noch vorkommt, sind die anderen Mitglieder (ich schließe mich da nicht aus) irgendwann angenervt, weil es oft so rüberkommt, als möchte einer im Mittelpunkt stehen, als ginge es nur einem schlecht.

        Du hast doch gemerkt, wie freundlich die Reaktionen waren, nachdem du in den Threads der anderen Mitglieder geschrieben hast.

        Ich denke, dass dich jedes Mitglied irgendwie versteht und ich denke auch, dass du jetzt weißt, dass den Mitgliedern solche Suizidabsichten erschrecken und ihnen Angst machen, einerseits wegen der eigenen Probleme, andererseits wegen der Angst, du könntest dir tatsächlich etwas antun und auch wegen dem Gefühl der Hilflosigkeit.

        Keiner hat ein Problem mit dir als Person, und wie schon gesagt, anklopfen kannst du jederzeit, wenn du bereit dazu bist. Es gibt quasi keine deadline (scnr) dafür 😉

        Wir können, wenn du magst, auch gerne mal telefonieren, schreibe mich einfach in der anderen Community an.

        • Ich komme dauf zurück… aber muss erst mal ausspannen und ruhe finden, sowie die tel nummer

  3. Diesen Spruch möchte ich dir noch mit auf den Weg geben da ich die nächsten 14 Tage nicht da bin. Es ist Annas Kommunionspruch

    „Beten ist das letzte Abenteuer, die letzte Reise in das letzte unentdeckte Land – unser eigenes Herz.«

    Claudia
    P.S wenn es brennt bin ich über meine mailadresse zu erreichen. Die hole ich immer 1 mal am Tag ab.

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