Lebensaussagen

Ich habe in den letzten Wochen über Lebensaussagen gegrübelt – also solche Sätze, die ich mir verinnertlicht habe. Die nicht unbedingt gut tun. An die ich irgendwie (momentan) glaube. Die ich vielleicht auch ändern kann.

Aber zuerst mal zur Verbalisierung

  • Du bist nicht genug / Es ist nie genug. Du hast nicht genug Liebe bekommen, Du hast auch nie genug geleistet.
  • Dein Wert ist Deine Leistung
  • Du darfst Dir nichts herausnehmen / Schau auf die anderen und belaste niemanden
  • Zeig nicht Dein wahres Ich
  • Sei gut und leistungsfähig, pflücke nicht die „low-hanging fruits“, sondern die, die oben sind.

Irgendwie passt alles (ist auch gewissermassen ähnlich). Ich würde mich soooo gerne öfter fallen lassen; weiss auch, dass die im BDSM Kontext klappen kann. Aber – ich darf nicht und kann mangels Gelegenheit nicht. Langsam hab ich das Gefühl, an mir zu zerbrechen. Richtig hart zu zerbrechen.

Ich habe wieder angefangen, mir selbst weh zu tun. Vor einer Woche einen Weinanfall gehabt. Dabei mit dem Kopf kräftig auf eine Wand geschlagen. Vor ein paar Tagen mit dem Feuerzeug an den Arm. Dabei achte ich drauf, keine Spuren zu hinterlassen, damit es niemand merkt. Endlich, heute, schreie ich es heraus…

Lange halt ich es nicht mehr durch. Aber, immerhin, ich habe diese Wochen einen Termin ausgemacht, um zur Therapie noch medizinisch-psychiatrische Hilfe zu bekommen. Die Fluoxetin die ich zur Zeit nehme, scheinen zu schwach zu sein.

Bitte helft oder betet.

~ von Waltkaye - 1. November 2009.

2 Antworten to “Lebensaussagen”

  1. Gott hat genug Liebe…..

    Dein Wert bestimmt niemand anders als Gott, nur „die Welt“ beurteilt die Menschen nach Leistung, da die anderen Aspekte kein Geld bringen (für die Firma). Aber Gott sieht in dein Herz, und kann dir helfen – ich denke nicht, dass du zu wenig leistest.

    Wenn du Hilfe brauchst musst du sie dir holen, bei Gott z.B. Aber auch bei Kollegen, ich denke dass sie bereit sind dir zu helfen wenn du dich ihnen anvertraust.

    Wenn du dein wahres ich zeigst, bist de verletzlich – aber ebenso stark. Denn du kannst all die Energie, die jetzt für das Verstecken deiner wahren Gefühle brauchst für was anderes brauchen.

    Wenn du zu „low-hanging fruits“ kommst, nimm sie. Denn es sind auch Früchte deiner Arbeit. Du kannst dich, wenn es dir dann besser geht, immer noch steigern 😉

    Ich werde für dich beten.

  2. Hallo Walt,

    ich möchte dir Mut machen (mit dem Beten hab ichs nicht so direkt). Suche dir Unterstützung, und wenn die Fluos dir nicht helfen, probiere ein anderes Medikament, manchmal passt es einfach nicht. Aus meiner Erfahrnung heraus kann ich dir bestätigen, der Weg ist schmal und steinig, aber es lohnt sich. Ich bin schon so weit, dass ich ab und zu über die Kuppe spitzen kann und den schönen Ausblick dahinter sehe. Ich wünsche dir, dass du auch möglichst bald so weit kommst.

    LG CCTh

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