Lichtblick

Heute mal ein Lichtblick. Mit meiner Liebsten eine schöne Stunde verbracht; auch wenn Sie mir zwischendrin was auf die Rückseite gegeben hat. Aber vielleicht braucht es da ja ab und an 😉

~ von Waltkaye - 3. September 2009.

2 Antworten to “Lichtblick”

  1. Depressionen gehören nicht zu meiner Welt. Vielleicht aber auch nur, weil ich die Dinge nicht ausschließlich schlecht sehen will – trotz geöffneter Augen. Es ist an mir, die Dinge im Lot zu halten – und daher muss ich mich täglich ausbalancieren. Wie bei jedem Schritt. 3 Punkte definieren eine Ebene, sagt Euklid, ich habe aber nur zwei Füße. Ergo muss ich ständig wackeln, um nicht um zu fallen.
    Zu diesem BLOG fallen mir zwei Dinge auf:
    1) Dauernd ist von Hoffnungslosigkeit die Rede. Dennoch gibt der Autor nicht auf, seine Wünsche zu formulieren. Also ist er nicht hoffnungslos.
    2) Dauernd ist von Sex die Rede. Doch diese Seite ist (soweit ich sie überflogen habe) nicht sexy.
    Ich bitte um Nachsicht, falls ich die Tiefe dieses BLOGs nicht erfasse, doch ich bin überzeugt, daß die Welt nicht ist, wie sie uns erscheint, sondern so, wie wir sie uns machen.

    • ich mag die Welt auch nicht schlecht sehen. nur immer dann, wenn es um mich geht, interpretiere ich negativ. ich kann mich, um ein beispiel zu geben, an einem paar freuen, die ich flüchtig kenne. sehe deren glück und freue mich einfach mit. ich kann einen schönen film geniessen. schokolade. …
      aber eben genau dann, wenn es um meine beziehungen zu anderen geht, verlässt mich mein optimimus (letzterer wurde mir bis vor meinen burnout regelmässig konstatiert). irgendwo sitzt da das messer tief in mir drin.

      zu 1) korrekt. auch wenn ich oft von hoffnungslosigkeit schreibe, ist dieses blog doch auch hilfsmittel, den schmerz zu artikulieren (dazu habe ich es ursprünglich ja auch angelegt), und durch das schreiben über den schmerz und die hoffnungslosigkeit kann das manchmal eine andere perspektive bekommen oder auch einfach etwas weniger negativ sein

      zu 2) ich schreibe oft über sex, weil das für mich eine der grossen baustellen ist, und insbesondere diejenige, die sich bisher nicht hat lösen lassen. ich bin altersbedingt, medikamentös und psychisch weitestgehend impotent. mit den üblichen pharmazeutischen mitteln und etwas manueller hilfe klappt es dann doch. aber im kontext bdsm hänge ich immer noch in der luft. das blog ist dabei nicht als hilfsmittel zur suche nach einen adäquaten sexualpartner gedacht.

      um das ganze abzurunden: vor meinem burnout stand ich gewissermassen im kugelhagel von allen seiten. friendly fire etc… es gab nichts mehr, wo ich hätte deckung nehmen können. die themen waren (und sind es auf anderen level auch heute noch) arbeitsüberlastung und negative feedbacks (aufgrund der rolle als mülleimer in der arbeit), familie (2 kranke über entfernung pflegen), stress allgemeiner natur, sexualität die nicht mehr klappt, selbstwert im keller, schaffenskraft verschwindet, herkunftsfamilie und missbrauch, todespanik und bedrohung (aufgrund echter aber früherer todesbedrohung). irgendwann lief nix mehr. und dann saget ich mir „scheisse“, schreib wenigstens auf, wie es dir geht. et voila.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: