Selbstmord – Lebensverlängerung

Ich meine, Suizid ist das Grundrecht jedes Menschen. Aber mir ist bewusst, es gibt hier auch valabel zu diskutierende andere Haltungen.

Als Christ sollte ich eigentlich Gott den Entscheid überlassen, wann es zuende geht ! ? Steht es mir als mündigen Christen zu, Selbstmord zu machen? Todsünde? Mein Herz sagt oft letzteres, mein Kopf ersteres.

Was mich aber wirklich ankäst, ist die Tatsache, dass viele Lebensbeschützer sich auf Gott und seinen Willen berufen. Man also nicht selbst dem Leben ein Ende setzen soll, sondern das von Gott gewählte Ende akzeptieren muss. Im gleichen Atemzug (nicht bei allen) werden aber jegliche Lebensverlängernden Massnahmen (z.B. Apparatemedizin bei medizinisch Hirntoten oder dgl.) verwendet, um Gottes Wille (der offensichtlich eintretende Tod OHNE solche Massnahmen) herauszuschieben.

Falls Du, lieber Leser, genauso denkst, wäre ich um Deinen Kommentar besonders froh und drauf gespannt. Aber jeglicher andere Kommentar hierzu würde mich auch interessieren.

~ von Waltkaye - 1. September 2009.

5 Antworten to “Selbstmord – Lebensverlängerung”

  1. Mir ist es generell egal ob jemand Selbstmord begeht oder nicht.
    Was ich aber verurteile ist, wenn der Selbstmord aus egoistischen Gründen gemacht wird.
    Jeder sollte sich darüber im klaren sein, das er anderen Menschen mit seinem Handeln weh tut. „Mir geht es so schlecht ich bring mich um und wie es meiner Familie und meinen Freunden geht, ist mir scheiss egal“. Solche Haltungen finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen.
    Und auch all die Selbstmörder die andere in Ihr tuen hinein ziehen, z.B. den Lokführer oder denjenigen der den entstellte Körper findet, den halte ich für rücksichtslos.
    Wenn so einer überlebt bin ich dafür das der eine derbe Strafe wegen Körperverletzung bekommt.

    Wenn das jetzt etwas krass rüber kommt tut es mir Leid, aber egal wie schlecht es einem geht, man hat nicht das Recht andere in genau die selbe Situation zu bringen.

  2. Da würde mich interessieren, welche Motive denn einen Suizid „erlauben“…

    • Für mich persönlich gibt es keine Motive die einen Suizid erlauben würden. Ich habe Familie und Freunde, und egal wie schlecht es mir ginge ich könnte ihnen nicht weh tuen.
      Vielleicht hätte es Robinson in meinen Augen gedurft, aber nein er hatte Freitag.
      Ich denke für mich gibt es keinen Grund weil ich ein Kämpfer bin und immer auf der Suche nach einer Lösung.

      • Gut, das kann ich nachvollziehen (und ist für mich der Grund, es auch nicht selbst gemacht zu haben). Aber wie mit Verzweiflung, Depressionen und Suizid-Gedanken umgehen (und falls man an Gott glaubt, aber eben dieser Glauben erschüttert und schwach ist, umso mehr)?

  3. Waltkaye,
    ich schon wieder – oder immer noch.
    Ich lese derzeit ja jeden Tag ein wenig in deinem Blog. Hier dein ausdrücklicher Wunsch nach einen Kommentar. Nun war das 2009 – keine Ahnung, ob du inzwischen eine befriedigende (dir FRIEDEN gegeben habende) Antwort gefunden hast. Doch will ich dir gern wieder (m)einige Gedanken lassen.

    Du fragst/meinst:
    „Als Christ sollte ich eigentlich Gott den Entscheid überlassen, wann es zu ende geht ! ?“

    Wie kommst du darauf, daß du es in deiner Hand hast, wann und wie du (d)einen Gedanken/Willen in eine Tat umsetzten kannst?

    Schau mal hier:

    „Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg,
    aber JHWH lenkt seine Schritte.“
    (Sprüche 16, 9)

    „Des Mannes Schritte hängen ab von JHWH;
    und der Mensch,
    wie sollte er seinen Weg verstehen?“
    (Sprüche 20, 24)

    „Oder wird die Posaune in der Stadt geblasen,
    und das Volk sollte nicht erschrecken?
    Oder geschieht ein Unglück in der Stadt,
    und JHWH hätte es nicht bewirkt?“
    (Amos 3, 6)

    „Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir.
    Ich habe dich gerüstet, obgleich du mich nicht kanntest,
    damit man erfahre in Ost und West,
    daß außer mir nichts ist.
    Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr,
    der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis,
    der ich Frieden gebe und schaffe Unheil.
    Ich bin der HERR, der dies alles tut.“
    (Jesaja 45, 6 ff)

    Wer ist, der da sprach, und es geschah,
    ohne daß der Herr es geboten?
    Das Böse und das Gute,
    geht es nicht aus dem Munde des Höchsten hervor?
    Was beklagt sich der lebende Mensch.
    Über seine Sünden beklage sich der Mann!
    Prüfen und erforschen wir unsere Wege,
    und laßt uns zu JHWH umkehren!
    Klagelieder: 3. 37-40

    (Anmerkung: JHWH, wohl JahWä‘H ausgesprochen, deutsch: ER ist der Werdenmachende)

    „Steht es mir als mündigen Christen zu, Selbstmord zu machen?“

    Ja, sobald Gott deinen Schritt genauso lenkt.
    Weder früher noch später kann das geschehen.
    Und gar nicht, wenn es nicht SEIN Weg mit dir ist.

    Waltkaye,
    ich werde dir dazu eine Begebenheit aus meinem Leben berichten.

    Vorab eine kurze Bemerkung, später vielleicht auch noch mehr dazu:
    Gott hat mich in den letzten Jahren „heftig zur Brust genommen“. Immer und immer wieder hat ER mich in den Zerbruch geführt. Das war nicht ohne. Nach und nach hat ER mich so überführt von meinem Widerwillen gegen IHN. Meinen Widerwillen, der sich auch darin zeigte, daß ich – Wolfgang – mich ergrößte, SEINE Gebote selbst und aus eigenem Vermögen, eigener Kraft erfüllen zu wollen. Das dies Selbst-Vertrauen, Selbst-Überhebung, und damit Feindschaft gegen Gott ist – darauf war ich selbst nicht gekommen. Und so wurde ich letztlich ganz und gar in meinem Selbstvertrauen erschüttert, ja ER hat es mir genommen … und mir dafür GOTTVERTRAUEN geschenkt. Im Gottvertrauen habe ich Frieden.

    Nun zu meinem Bericht, einem Familienereignis.

    Eines Tages hatte ich erfahren, daß eines meiner Kinder in eine Suchtsituation hinein geraten war.
    Es kam in extrem finanzielle Schwierigkeiten mit Auswirkungen auf andere Menschen und gefährdete die Ehe. Ich sprach es darauf an, auch der Ehepartner tat dies eindringlich mit Trennungsandrohung. Uns allen ging es schlecht damit.

    Unser Kind gelobte Besserung und es schien zu gelingen.

    Dann kam der Tag, an dem ich und meine Frau feststellen mußten: Alles beim Alten.
    Meine Frau konnte das nicht ertragen und lief aus dieser Situation weg.
    Und ich?
    Ich war tief betroffen und … erlebte, was nicht von dieser Welt und schwer zu beschreiben ist: Ich spürte ganz stark die große LIEBE Gottes für mein Kind, GOTTESLIEBE für diesen jungen Menschen und vernahm in mir SEINE lautlose stille Stimme zu mir sprechend: „Das ist mein Weg mit ihm!“.
    Alles, alles war sofort gut.
    Im gleichen Nu war in mir Frieden und ich wußte mein Kind in SEINER Hand.
    Verstehen kann ich Seinen Weg mit meinem Kind nicht, doch vertraute ich IHM.
    Ich weiß, ich kann nichts dafür.
    Gnade.

    „Todsünde? Mein Herz sagt oft letzteres, mein Kopf ersteres“

    Waltkaye,
    mit dem Begriff „Todsünde“ werden hilflose Menschen geprügelt und zu Tode erschreckt.
    Steht das Wort in der Bibel?

    Das steht geschrieben:
    „Denn die Rationen* der Verfehlung sind der Tod,
    aber das Gegnadete des Gottes ist äonisches Leben in CHRISTO JESU,
    unserem Herrn.“
    (Römer 6.23)
    *) zugeteiltes Mengenmaß, insbesondere der Kost

    Ganz gleich also welche Verfehlung … Tod!

    Doch geht es hier nicht einfach um das Sterben unseres fleischernen Leibes. Durch unseren Tod in Christo (ER ist für ALLE gestorben) und Seine Auferstehung werden wir von unserem unredlich erworbenen Vermögen befreit „Gut und Böse“ zu kennen, der Voraussetzung selbstständigen Denkens und Planens. Und daraus werden wir ALLE erstehen hinein in das LEBEN Gottes. ALLE nun allein nur noch SEINE, Gottes gute und vollkommene Gedanken in uns habend und kennend. NUR GUTE.

    Und der Tod?

    „und dann die Vollendigung

    der letzte Feind, der herabunwirksam gemacht wird ist der Tod,

    daß alle untergeordnet sind

    auf das Gott alles in allen sei“
    (1. Korinther 15,24-28)

    In welcher Kirche wird das gepredigt?
    Was hören „Christen“ dazu?
    Ein „aber“?
    A b e r es steht auch geschrieben…
    Das ist „aber-Glaube“.

    Setzen wir zwischen allen Bibelversen ein „UND“!
    U n d es steht auch geschrieben …

    Und dann?
    „Vertraue auf JHWH mit deinem ganzen Herzen
    und stütze dich nicht auf deinen Verstand.“
    (Sprüche 3, 5)

    Liebe Grüße und ja, daß doch Frieden in deinem Herzen Wohnung nehmen möge.

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