Urlaub vorbei – Erkenntnisse

Im Urlaub einiges überdacht und angeschaut. Gründe für Depressionen mal näher angeschaut. Es scheint ein Bündel von Ursachen zu sein, nicht nur eine Sache.

1. Art der Arbeit – im gegenwärtigen Job (anders als frühere, andersartige Jobs) ist viel „klein klein“ und wenig positiver Feedback. Zu mir kommen nun vor allem sog. „Bedenkenträger“ – bin aber selbst mehr der Machertyp. Manchmal kann einen das ganz schön auf den Wecker gehen… Und das viele „klein klein“ – man wird immer wieder bei wichtigen Dingen durch irgendwas unterbrochen; kann sich kaum auf strategische Fragen konzentrieren sondern ist ganz im operativen

2. Muss man auch mal ansprechen: Sexualität. Bin mit der gegenwärtigen Situation nicht besonders happy. Wünsche mir von meiner Liebsten mehr… und trotz Kommunikation kommen wir da nicht an einem Punkt vorbei. Ich verdurste nun seit bald 3 Jahren, seit ich meine Bedürfnisse kommuniziere.

3. Schwiegervater: er hat es nach dem Urlaub heute geschafft, mich innerhalb von 2 Stunden zur Weissglut zu bringen… Obwohl er ein lieber Mensch ist, aber er macht einfach zuviele Sachen, die einen in den Wahnsinn treiben.

4. Meine eigenen Charakterstruktur: leistungsbezogen, Perfektionist, sich selbst gegenüber überkritisch, empfindlich auf (echte) Ungerechtigkeiten (und die gibt es in meinem Job öfter – meine Kunden verhalten sich bisweilen dementsprechend). OK, ich habe in den letzen Jahren lernen müssen, Dinge abzuschliessen, auch wenn sie nicht perfekt sind. Aber ich sage auch viel zu selten „Nein“.

5. Das „Nie genug sein“ – hängt mit 4. zusammen. Meine Eltern haben mir m.E. nicht genug Aufmerksamkeit gegeben, ich war ja „pflegeleicht“ und gute Noten etc… Der eigene Job meines Vaters (den ich sogar als Entwurf fürs eigenen Leben verinnerlicht habe) hat kaum Zeit gelassen; meine Mutter hat meinen Bruder fördern müssen (lange schlechte Noten)…  Konnte tun, was ich wollte, aber wurde icht gehört.

6. Diskrepanz zwischen meiner Glaubenswelt (Christ) und dem eigenen Versagen. Ja, kognitiv bin ich sicher, dass Gott mir ohne Vorbehalt vergibt. Aber das Herz sagt was anderes. Glaubensgewissheit? Fehlanzeige. Eher „Höllengewissheit“. Schuld wider den hlg. Geist, kommt immer wieder. Wünsche und Verhalten, das nicht bibelkonform ist….

7. Meiner Familie nicht gerecht zu werden.

Das scheint mir zuerst mal das Wichtigste, obwohl nicht abschliessend und final.

Konsequenzen – stehen auf einem anderen Blatt. (und damit auf einem anderen Beitrag in der Zukunft). Vielleicht mag ein Leser ja dazu Feedback geben?

~ von Waltkaye - 29. August 2009.

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