Welchen Wert habe ich, welchen Wert stelle ich dar?

Über diese Frage musste ich immer wieder nachdenken.

Offensichtlich scheint es so zu sein, dass ich mich über Leistung definiere. Wenn ich was gut kann und jemand anders zufrieden ist, prima. Aber – mir scheint rein kognitiv, dass das der falsche Weg ist. In mir steckt anderes drin – ich kenne auch die Kraft, die aus schöpferischem kommt. Für mich hier der Zwiespalt – ich kann das schon wertschätzen, aber bin dann doch wieder der einzige. Also, irgendwie hänge ich immer wieder an Aussenlob dran.

Die vorgenannte „göttliche“ Wertschätzung – ich würde mich dieser gerne „hingeben“. Aber es scheint mir so unplausibel. Zum einen denke ich immer wieder drüber nach, ob es Gott wirklich gibt. Immer wieder Zweifel, nach all den Jahren. Zum anderen, selbst wenn es ihn so wie in der Bibel (NT) beschrieben gibt, kann er es doch „mit mir gar nicht ernst meinen“. Ein Mensch, der immer wieder scheitert, insbesondere bewusst scheitert. Der sein Leben wegwerfen will. Ohne katholisch zu sein – ist ja Suizid gemäss vieler Glaubensgenossen Sünde. Da scheint es fast gnädiger, von einer Welt auszugehen, deren Zweck nicht das ausrichten aufs göttliche ist, sondern einzig der Lebenskreislauf als solches, ohne Gott. Ach, ich weiss oft nicht weiter…

„Es ist nie genug“ – vielleicht hat es nicht richtig Zuneigung bekommen, das Kind in mir. Es streckt sich (Arbeit) und ist vom Wohlwollen abhängig. Es ist nicht sich selbst ausreichend. Shit.

~ von Waltkaye - 4. August 2009.

2 Antworten to “Welchen Wert habe ich, welchen Wert stelle ich dar?”

  1. Hm.

    Also ich halte das für völlig gesund, dass man Selbstzweifel hat. Das hat meines Erachtens nach nichts mit einer Depression zu tun, aber ich bin da auch keine Fachfrau.

    Ohne klugscheißen zu wollen, aber ich freu mich auch wie Bolle über ein Lob und das Leben geht mir dann leichter von der Hand. Es ist völlig legitim, Bestätigung von außen zu wollen.
    Und Wohlwollen ist eine feine Sache, nach der wir wohl alle in unterschiedlichem Ausmaß lechzen.

    Ich könnte dir jetzt auch ein paar aufmunternde Floskeln zuwerfen, von wegen dem Quatsch mit dem Suizid und als Atheistin kann ich mit Gott auch nicht allzuviel anfangen, aber das unterlasse ich.

    Gibt es keine schönen Dinge in deinem Leben oder kannst, magst du sie nicht sehen? Etwas worauf du dich eher fokussieren kannst, als auf die düsteren Gedanken? Ich kenne dich nicht, aber ich lese dich hier. Auch weiterhin!

    Take care!

    • Hi,
      danke für Deinen Feedback. Doch, es gibt auch schöne Dinge, aber es gibt die aus meiner Sicht einfach zu wenig.
      Kreativität anwenden, Sexualität geniessen, solche Sachen. Aber ich finde wenig Zeit und auch vom Lebensstil nicht das, was ich manchmal mir wünsche…
      LG Walt

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