Gefängnis

Manchmal ist mein Körper wie ein Gefängnis. Eine Hülle, die die Seele einsperrt.
Manchmal wäre ich gerne jemand anderes. Oder könnte raus aus dem Körper. An manchen Tagen lehne ich mich regelrecht ab…

~ von Waltkaye - 27. Juni 2009.

Eine Antwort to “Gefängnis”

  1. „Manchmal ist mein Körper wie ein Gefängnis. Eine Hülle, die die Seele einsperrt.“

    Ich denke, das ist eine Aufgabe unseres Körpers hier in dieser Welt.
    Jede Seele für sich getrennt von den anderen zu halten.

    Für die anderen Seelen ist im Handeln der Körper in Folge der jeweiligen „Regungen“ der innewohnenden Seele etwas von dieser erkennbar. Dies kann nun abgelehnt oder angenommen werden. Durch das Handeln (reden/schweigen, tun/nicht tun, kommen/gehen, anwesend/abwesend sein, lachen/weinen …) teilen Seelen etwas von sich mit anderen Seelen – „Mitteilung“. Wiederum ablehnbar oder annehmbar.

    Das bringt uns Seelen hier Freud und Leid.

    Ich für mich bin eines Tages da an (m)eine Grenze gestoßen, als ich erkennen mußte/durfte: Wir sind und bleiben hier in unserem Beziehungen, die wir anstreben (oder ablehnen) immer einander „Gegenüber“. Ich war erst mal erschreckt: „gegen“ und „über“.

    Doch habe ich damit auch Ruhe gefunden, nun für mich wissend: Näher können wir uns hier in dieser Welt in unserem jetzigen Zustand nicht kommen. Unser Körper aus Fleisch und Blut ermöglicht uns nun aber doch, uns recht nahe zu kommen. Und das nicht nur in einem Nebeneinander. Auch in einem (zeitweisen) Miteinander, das auch bei diesem Gegeneinander.

    Auch eine tieferes körperliches Miteinander, ein „Ineinander“ ist für uns vorgesehen, ein fruchtbringendes gar: Mann und Frau in sexueller körperlicher Vereinigung kann/soll eine neue körperliche Frucht hervorbringen – eine neue Behausung für eine weitere Seele … ein Kind.
    Dies ist uns gegeben. Als Aufgabe!
    Ermöglicht durch unsere Körper, die nun dem neuen „Zweig am Stamm-baum“ alles not-wendige zukommen lassen sollen, auf das er gut gedeihen mag.

    Mir ist es geschenkt, das – in den eingeschränkten Möglichkeiten dieser Welt – nun bis zu Enkeln zu tun.

    Die im Körper Innenwirkenden (Energien) für die Vermehrung (eine Aufgabe, die unser Schöpfer in uns hineingelegt hat) sind so stark, daß sie unseren Körper immer (!) überwältigen werden um diesen in die Sexualität zu treiben. Dieser Energie ist es dabei völlig Schnuppe, zu wem oder was sie den Körper dabei treibt. Unsere Seelen haben diese Energien nicht im Griff. Die Vermehrung ist eben deshalb grundsätzlich gesichert … wenn, ja wenn die Seele für sich nicht Berechnungen/Gedanken tätigt, unseren Körper auf einen anderen Körper als den des anderen Geschlechts zu lenken.
    Das vermag eine Seele schon, wie wir alle leicht wissen können.
    Körper können zu gleichgeschlechtlichen Körpern, Tieren … ja gar zu be-liebigen toten Gegenständen geführt werden. Je nach dem, welche Berechnungen/Gedanken eine Seele als Notlösung in Erwägung gezogen hat, um dem Druck dieser übertreibenden Energie einen Ausgang zu bieten.

    Nun, in wohl fast allen Ehen/Beziehungen ist es diese durch die Seele nicht beherrschbare sexuelle innenwirkende Kraft, die zu Problemen führt. Kennen wir wohl – mehr oder weniger.
    Diese Energie wirkt bekannterweise bei Partnern nicht gleichzeitig und gleich kräftig. Da hat der Minderbemittelte dann klug reden und kommt leicht mit Vorwürfen: „Du denkst bloß immer an das Eine.“
    Kennst du das? Ich schon. Nur ändern kann ich daran nichts. 😦
    Und auch meine Seele hat da so ihre Notprogramme und mein Körper geht diese Wege.
    Und ich vermag ihn auch heute noch nicht aufzuhalten wenn er dann tut was ich gar nicht mehr will.

    Paulus weist uns übrigens in der Bibel nicht ohne Grund auf diese Unmöglichkeit hin.

    –———

    „Manchmal wäre ich gerne jemand anderes.“

    Wirst du werden.
    Sicher.
    Was du jetzt führst, ich ja noch nicht DEIN LEBEN.

    Doch auch dieses Erdenleben hier – es muß sein – kann Änderungen erfahren – zum Schlechteren und zum Besseren. Beides macht Sinn, letzteres fühlt sich eindeutig besser an, für einen selbst und für Andere.

    Ich wünsche dir Besserung. Für dich und deine Frau, deine Familie. Mögen dir doch der eine oder andere meiner Gedanken Trost und eine kleine Hoffnung geben können. Dein Leben bessern kann ich nicht.

    ———–

    „Oder könnte raus aus dem Körper.“

    Ich habe Freunde, die das schon hier für kurze Zeit erleben durften.
    Einem wurde das gar vorher angekündigt. Wie auch immer – er wußte, daß ihm dies an jenem Tag geschehen sollte. Und ich war bei ihm. Nun, ich sah oder bemerkte selbst nichts. Er schilderte mir, unmittelbar immer, was ihm gerade so geschah. Wie er – irgendwie – aus dem Körper gezogen über „uns“ schwebte und nach einer Weile wieder in seinen Körper zurückgezogen wurde.

    Ein anderer Freund – einer der mich häufig wegen Gott befragte, doch auf ihn oft stink sauer und wütend war – berichtete mir eines Tages, daß er ganz unerwartet spürte, wie er ein stückweit aus seinem Körper herausgezogen wurde. Nicht ganz. Dann wurde er wieder hineingezogen. Das hat ihn schon beeindruckt und sein Denken verändert. Er weiß nun immerhin aus eigener Erfahrung, daß er nicht sein Körper ist sondern – irgendwie – darin „wohnt“.

    Ja, und dann habe ich einen Freund, der – im Krankenhaus in der Intensivstation an Geräten angeschlossen – „gestorben“ ist. Er war „klinisch tot“.

    Wow, was er berichtete … eigentlich unbeschreiblich.
    Und es hat sein weiteres Erdenleben stark verändert.

    Er sagte mir als erstes: Mir braucht jetzt keiner mehr zu erzählen, daß es keinen Gott gibt!

    Niederschmetternd für ihn war es „dort“ erkennen zu müssen, wie abgrundtief schlecht und böse er ist. Und unfassbar zugleich, wie sehr er doch trotzdem von Gott GELIEBT ist. Er, nicht sein Denken und Handeln welches sein Erdenleben hier ausmacht.

    Mein Freund berichtete mir, daß er danach im Krankenhaus 3 Tage und Nächte immer und immer wieder weinen mußte über seine eigene Unzulänglichkeit und Schlechtigkeit im Angesicht Gottes und ebenso weinen mußte, daß er trotz alledem so unbeschreiblich GELIEBT ist.
    Diese LIEBE, diese LIEBE – so immer wieder seine Worte – ich war ganz und gar eingehüllt und geborgen in dieser LIEBE.

    Auf eine ihn stark bedrängende Frage erhielt er „dort“ auch Antwort:
    „Keine Kirche ist wahr. Ich, GOTT allein, bin wahr.“

    Ja, und dann mußte er wieder zurück in seinen Körper: „Lerne zu lieben“ bekam er mit auf den Rückweg. Er spürte den Weg seiner Rückführung und im Körper angekommen wieder Schwere und Enge. Langsam sich bewußt werdend, wieder „hier“ zu sein, stupste er die neben dem Bett stehende Krankenschwester an. Die schrie erschreckt auf und schaute in völlig verblüfft an.
    Der „Tote“, schon von allen Geräten abgeschaltet, lebte.

    –———-

    „An manchen Tagen lehne ich mich regelrecht ab …“

    Ja, wenn das mal nicht die Ablehnung von vielen deiner Gefühle und Empfindungen ist, der „Grundausstattung“ deiner Seele.

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