Hoffnung

Nach einem Gespräch wandte sich der gestrige Abend in eine positive Richtung, verschmust und zärtlich. Die eine, lichte Hälfte meines Ichs wurde wieder abgeholt (auch hier „endlich“). Die andere, dunkle Hälfte hofft dafür umso mehr, auch angesprochen und integriert zu werden.
Geht es anderen Menschen auch so – aus mehreren Teilen zu bestehen, die schlecht miteinander integriert sind?

~ von Waltkaye - 1. Juni 2009.

Eine Antwort to “Hoffnung”

  1. Du stellst ja an uns Leser hier die Frage:
    „Geht es anderen Menschen auch so – aus mehreren Teilen zu bestehen, die schlecht miteinander integriert sind?“

    Ich meine: Ausnahmslos allen seelischen Menschen.

    Ich habe das nach und nach erfahren können als ich lernte, mich meinen Gefühlen, Empfindungen, Zustände u.a. innerlich zuzuwenden.

    Da fand ich Pärchen:
    Mut – Angst –
    Ruhe – Unruhe –
    Fleiß – Faulheit –
    Ordnung – Chaos
    Sicherheit – Unsicherheit
    Freude – Traurigkeit
    Gelassenheit – Schwermütigkeit
    Annahme – Ablehnung
    Wärme – Kälte
    Liebe – Haß
    Freundschaft – Feindschaft
    Jemand – Niemand

    und viele,viele Paare mehr.

    Und ein jedes, so erfuhr ich nach und nach, war unterschiedlich bewertet.
    Von wem?
    Auch meine Nachfrage erhielt ich die innere Antwort: Von dir!
    Uups 😦

    Und so „fühlten“ sich auch die Gefühle wie ich sie bewertet hatte:
    Den mehr oder weniger abgelehnten ging es echt schlecht.
    Ich sah, merkte das irgendwie.
    Aber auch die von mir bevorzugten waren nicht wirklich gut dran.
    Es zeigte sich mir, daß sie völlig überfordert waren,
    denn immer mußten sie ran.

    Ließ ich der Unruhe nun aber erstmals ihren Lauf, machte sie Pause und die Ruhe trat ihre Arbeit an.
    Ließ ich meine Traurigkeit zu und lieferte mich ihr aus, kam die Freude dazu.
    Beide, wie alle Pärchen, wollten gern innigst in mir wirken können – ohne Bevorzugung und ohne Benachteiligung durch mein Eingreifen. Anfangs war mir das recht komisch. Später erfuhr ich, daß das bei allen ja ähnlich ablief. Nur bei den Anderen die ich begleitete meist viel bilderreicher als bei mir.

    Manche Menschen – ich begleitete später so einige auf diesem Weg zu ihren Gefühlen – schilderten mir, daß sie klare Bilder ihrer Gefühle und Zustände sahen,wie in einem klaren Traum. Nur eben bei klarem, wachen Bewußtsein.

    Da geschahen immer wieder richtig kleine innere Geschichten.

    Nun, kurz gefaßt:
    Wir sind es, die all diesen uns zur Verfügung stehenden Gefühlen, Empfindungen, Zuständen u.a. ihr „Leben“ schwer machen. Ich habe dann nach und nach alle mir zugehörigen Gefühle innerlich ansprechen und zulassen können. Und ja, mir ging es nach und nach etwas besser. Ich habe meine Angst angesprochen, sie zugelassen und mich ihr innerlich ausgeliefert. Richtig laut mit solchen Sätzen wie: „Angst, ich spüre dich und ich mag dich nicht. Du bist mir sehr unangenehm. Doch lasse ich dich jetzt zu. Mache mit mir was immer du willst.“ Und dann machte die Angst was sie wollte … und wurde eine ganz freundliche.

    Ich will jetzt nicht weiter ausholen, doch war das für mich eine wichtige Erfahrung in meinem Seelenleben. Für einige Jahre habe ich so auch einigen Menschen beistehen dürfen. Und es war schön für beide – für den anderen und für mich. Und oft sogar lustig.
    Viele sahen ihre Gefühle in Menschen- oder Tiergestalt.
    Und wie war immer die Freude groß, wenn die einst getrennt leben müssenden Gefühle nun endlich mit einander leben durften wie Gott sie gedacht hat. Ja, die an Gott glaubten erlaubten dies ihren Gefühlen.

    Und ja, ich habe einige Menschen ermuntert, sich i h r e r Depression auszuliefern. Mit verblüffenden Folgen 🙂

    Eine Bemerkung dazu: Es kam auch vor, daß Menschen Gefühle u.a. von anderen Menschen übernommen hatten. Keine Ahnung, wie so etwas vor sich gehen kann, jedoch gab es auch dafür Loslösung. Da ist dann die Möglichkeit, diese „abzulegen oder zurückzugeben“. Und dann kam ich auch mit Menschen in Kontakt, die sich mit der unsichtbaren Geisterwelt eingelassen hatten. Das war für manche recht übel und denen konnte ich auch nicht so recht beistehen.

    Für uns als seelische Menschen kann das einige Erleichterung bringen.

    Unser Grundproblem, unsere Trennung von Gott und damit unsere Trennung von Seine LIEBE, ist damit nicht zu lösen. Das muß, kann und wird nur Gott wirken. Doch hat ja alles Seine Zeit 🙂

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