Panik, wieder einmal üble Gedanken und Böcke

•4. Dezember 2016 • 1 Kommentar

Gestern war ich auf einem Weihnachtsmarkt in Freiburg. Mittendrin im Trubel bekam ich eine Ahnung, was Menschen mit Panik so erleben können.
Vor dem Rathaus sind einige Stände aufgebaut. Der kleine Platz platzt wegen der Menschen aus allen Nähten und ich kriege nicht mehr mit, was meine Frau zu mir sagt. Ich folge ihr eigentlich nur noch und merke, dass ich mich wegen der vielen Impulse, die kommen, nicht mehr konzentrieren kann. Und dann kommt ein Gefühl der Angst: mittendrin, völlig allein, umgeben von „Aliens“ die ich nicht verstehe, die irgendwas sagen, geschoben in der Masse, Gerüche, Musik, Fetzen von Akustik. Das dauert so ca 3-4 Minuten an, dann sind wir durch und es wird wieder besser; ich merke, wie sehr ich verkrampft war und gleichzeitig einen Schweißausbruch hatte.
Ich mag es lieber, wenige Menschen um mich zu haben, jedenfalls wenn sie so dicht an einem dran sind. Ich mag es, lieber dedizierte Impuls zu haben, als dieses vollgestopft werden auf allen Kanälen.

Heute morgen recht früh (für Sonntag) aufgewacht, gleich noch mit schwierigen Gedanken an meinen alten Arbeitsplatz. Ich sollte endlich einen Roman schreiben: über Narzissmus bei Kollegen (ich nehme mich nicht aus), über mafiöse Spiele an der Arbeit, über „Mord und Todschlag.“ Vielleicht hilft das ja, diese Gedanken loszulassen?

Gott tröstet und heilt mich ja nicht – der hat besseres zu tun, an Weihnachten und im Advent sowieso. Der schaut nicht drauf, wenn ich meine Frau als Chauffeur begleite, damit sie einen Dienst in der Kirche voranbringen kann (der Grund, weswegen wir gestern tatschlich in Freiburg waren). Der schaut mein Herz auch nicht an, wenn ich nachts immer wieder Alptäume vom Ermordet werden habe, oder tagsüber üble Gedanken wie heute morgen. Er hat einfach was anderes, besseres zu tun. Ich trage wohl schon den Ausweis „Bock, zur Linken“ (Matthäus 25, 31-36). Die Hölle ist hier und jetzt.

 

Advent

•1. Dezember 2016 • 2 Kommentare

Euch allen da draussen, die Ihr hier lest, eine frohe Adventszeit.

Adrenalin in der Ader statt Valium in der Vene

•1. Dezember 2016 • Schreibe einen Kommentar

Letzte Nacht schlief ich ja gut ein. Dafür mitten in der Nacht, gegen 01:30 mit einer Schreier aufgewacht und am ganzen Körper gezittert und angespannt. Alptraum, real, mal wieder. 

Mal sehen, langsam werde ich müde, und genug vom Grübeln abgelenkt hab ich mich. Vielleicht darf ich diese Nacht gut schlafen? Von angenehmen Träumen träume ich.

•28. November 2016 • 5 Kommentare

😱😥

Trauer, Akzeptanz, Depression 

•28. November 2016 • 1 Kommentar

Die gestrige Trauer hatte mich auch heute morgen im Griff. Ich kam nur mit Mühe raus. Es hat sich im Laufe des Tages gebessert: vom Morgentief über ein „ich weiss nicht, was ich in der Arbeit zu Nutze bin“ hinein ins Handeln. 

Mir wird immer mehr klar, was auch meine Therapeuten meinten: Lebenslänglich verletzbar, und wohl auch krank. (Man hatte mir ja schon einen Antrag zu einem Behindertenausweis empfohlen – wusste gar nicht, dass das auch für die Seele gilt.) 

Während ich also die Arbeit langsam in der Griff kriege, stehen weiterhin andere Dinge im Raum. Das erste „Mitarbeitergespräch“ steht an. Das letzte am alten Arbeitsplatz hatte ja den emotionalen Zusammenbruch zur Folge, mit Suizidversuch. Bin mal gespannt. Dann merke ich, dass ich augenscheinlich Richtung Bbeziehungsunfähigkeit laufe: meine sozialen Kontakte kann ich nicht halten. Nicht gut, aber ich krieg es nicht hin. Last but not least die heimische, mittlerweile asexuelle Beziehung. Na ja, Impotenz ist ja wirklich nicht sexy.

Das Leben findet statt im Wechsel zwischen Arbeit (so gut es geht) und dahin vegetieren. Abends, allein. Manchmal denke ich, ich hätte vor 2 Jahren anders agieren sollen.

•27. November 2016 • Schreibe einen Kommentar

•27. November 2016 • 3 Kommentare

Fühl mich leer und traurig.