Out of Order

•6. Februar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar
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Out of Order

(Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Restroom_Out_of_Order.jpg , Creative Common Share Alike Licence)

Wohin geht die Flamme, wenn sie erlischt?

•6. Februar 2010 • 2 Kommentare

Der Titel ist nicht von mir… ich weiss nicht mehr, wann ich das mal gehört habe – ist schon lange her.

Eure Meinungen, liebe Leser?

Anyway – ich habe das Gefühl, meine ist erloschen.
Ich werde daher ab Montag eine unbestimmte Auszeit nehmen und mich fangen versuchen. Gehe für eine Weile (ca 4 Wochen) weg – Raus aus der Arbeit? Raus aus der Familie? Raus aus der Gemeinde? Therapie? Ausland? Ohne Internet? Ein anderer Ort? Ich weiss noch nicht genau.

Allen Lesern – und nochmehr allen Helfern durch positive Beiträge – Gottes Segen, alles Gute und Liebe auf Eurem Weg. Macht´s gut.

Walt Kaye

P.S. Lese Eure Kommentare noch bis Sonntag abend.

Fire & Ice

•31. Januar 2010 • 4 Kommentare

fühl mich grad so: – hab Focussing gemacht:

stell Dir vor, in Dir brennt ein Feuer. In der Seele, und auch körperlich. Es brennt stark, verzehrend, zerstörend. Es findet sich in Deinem Herzen und Deiner Lunge, rein physisch betrachtet.
Gleichzeitig fühlst Du – um das Feuer herum und als Grenze von Dir nach aussen – einen dicken Eispanzer, der das Feuer nicht löscht, aber der auch nicht abgeschmolzen wird.

Ich schau an dieser Grenze hilflos raus, und ein paar andere genauso hilflos rein. Beide Seiten können es nicht überwinden. Ich fühle mich dabei ganz abgestumpft von der Hitze, einfach nur um es noch innerlich auszuhalten. Meine seelischen Gefühle kann ich nicht äussern, ich finde auch kein Gehör. Eine körperlich wahrnehmbare Benommenheit wogt wie Wellen durch mich, mal stärker, mal schwächer. (Jetzt grad, wo ich es schreibe, ist es schwächer – ich hab mich dazu aufreissen müssen, das Bild zu erfassen und zu artikulieren).

SO fühl ich mich grad.

To go to Togo or not to go – no go? No go, go go: Jump

•31. Januar 2010 • 2 Kommentare

“These wounds won’t seem to heal
This pain is just too real
There’s just too much that time cannot erase”
(Evanescence)

Dumpf again

•26. Januar 2010 • 1 Kommentar

Sitze schon über eine Stunde ziemlich dumpf vomr Rechner. Wollte irgendwas machen. Fing dann wieder an zu grübeln und bin abgeglitten.
In solchen Momentan fühlt es sich auch wirklich dumpf an. Der Kopf richtig voll – aber keine Gedanken. Die Gefühle sinnlos und kaum herauszubekommen. Dumpf halt. Wie so oft.

Im Märchen gibt es den Prinzen, der die Prinzessin rettet. In der Realität gibt es keine Prinzessin, die den DUMPF rettet. Scheiss Märchen. Scheiss Realität. Hilf Dir selbst, oder bleib dumpf.

Bin daneben einfach nur noch müde. Könnte ständig schlafen. Fressen. Kein Sex. Dumpf. All das trotz Medikamente und Therapie. Therapie kann Beziehung nicht auf Dauer ersetzen.

Lemming oder Einsamer Wolf

•25. Januar 2010 • 2 Kommentare

Als Lemming sollte man ja partout über die Klippe springen – sprich jetzt wäre, würde ich moch so definieren, klar der Suizid dran. Als Einsamer Wolf, dem ich wohl eher etwas näher stehe, scheint es dann der Punkt zu sein, eben _einsam_ den Mond anzuheulen. Gibt es überhaupt was dazwischen? Mir scheint nicht.
Sofern es einen Gott gibt (wovon ich oft überzeugt bin, aber oft auch zweifle), dann hat er mich zum Wolf gemacht. Gemeinde – Gemeinschaft? Ich komme nicht weiter. Ich schaffe den Wolfs-Sprung dorthin nicht. Sitze also vor der Kirche und heute dieselbe an; während drinnen alles freudig jubiliert. Tastsächlich kennt mich in der Kirche bei uns keiner. Bin halt nur gut zahlendes Mitglied. Dafür reicht es noch.

Oh, bei der Gelegenheit: ich habe in vorhergehenden Wohnort, bei einem offenen Gottesdienst, wo man seine Nöte, Wünsche, Ideen zur Gemeinde auf Zettel schreiben sollte, meine Depressionsnöte draufgeschrieben. Mit voller Namensnennung und Suizidgedanken. Was ist passiert? Nichts. Keine Rückfrage oder dgl…
Wenn man sich so im Management verhält, verliert man seine Glaubwürdigkeit. Aber Pfarrers? Die nicht!
Seelsorge scheint es also in meiner Gegend keine zu geben. Bleibt nur der Mond, den es anzuheulen gilt, bis ich mich dann doch als Lemming entpuppe.

Ergo: einsame Wölfe sind und bleiben einsam. Sie werden ausgegrenzt. Sie stehen vor der Wahl: Einsam oder Tod.

P.S.: habe den ganze Tag heute schon Schmerzen in der Herzgegend. Vermutlich wegen mehr Stress in der Arbeit. Sticht immer wieder. Mit etwas Glück bin ich bald OHNE Suizid Geschichte.

Höll und Dunkel

•23. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

Höll und Dunkel

Wenn
Einsamkeit Bitterkeit Trauer
in Deinem Herzen sind

Du Dich nicht verstanden fühlst
Dich geöffnet hast ohne Antwort zu bekommen
Deine Träume Ideen Ideale im Feuer verbrennen

Dann ist das Deine Höll(e)
Die Dunkelheit Deiner Seele
Der Vorbote des Todes

Mensch, wer kann Dir helfen?
Klammere Dich fest
an DEN der Dich hält

Hält ER Dich nicht
dann geh
sowieso

mit erhobenem Haupt
selbstbestimmt
zur Hölle, wo Du hingehörst

Nach Weinen zumute

•20. Januar 2010 • 3 Kommentare

Es gibt sie: die seltenen Tage, wo die Gefühle so überschwappen, dass mir nach weinen zumute ist. Seit heute mittag kämpfe ich ständig damit… hat viel mit innerer Einsamkeit zu tun.
Normal hab ich ja einen Panzer um mich.

Out-of-control

•17. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

War gestern spontan im Theater (ein englisches Lustspiel “Out of control”), und habe so herzhaft wie schon lange nicht mehr lachen können. He, das tat richtig gut, und ich fühle mich heute morgen etwas besser als sonst.

Für einen Eindruck: eine Beschreibung aus dem Netz
und

Es tut so gut – das rote Blut

•15. Januar 2010 • Hinterlasse einen Kommentar

nach einigem Werkeln bei mir bin ich dann vor dem Rechner ins dumpfe stupide Brüten gefallen. Eine Weile lang. Irgendwie hatte ich dann, vom Basteln, den Schraubenzieher in der Hand. Hab ihn mir solange über den Arm gezogen, bis es geblutet hat. Tat reichlich weh und … gut. Das rote But.
Man mag SVV verwerflich finden oder was der Geier was, aber wenn man wenigstens so spürt, dass man lebt, hat das seinen Stellenwert. Ausrufezeichen.

Ich hab dann nachgedacht, warum ich wieder so ins Brüten gekommen bin. Ich warte seit Wochen auf Email – ich habe einige Bekannte angemailt, eigentlich nett, z.T. zu Weihnachten und so. Nur – keine einzige Antwort. Entweder bin ich auf einer Blacklist, oder keiner will mit mir Kontakt oder hat Zeit… – wobei… bei bis zu 8 Wochen macht mir keiner weiss, es gäbe keine Zeit. Es ist wohl nur so, dass ich bei niemandem auf dem Radar bin, keine Priorität. Bin eben doch nur die Arbeitsmaschine, die den Schraubenzieher zur Reparatur braucht. Mehr Wert ist nicht

Innen und aussen

•13. Januar 2010 • 1 Kommentar

Ohne viele Worte. Passt. Zu mir. Bin ich.

Verbitterung

•10. Januar 2010 • 10 Kommentare

Meine Liebste hat einen wichtigen Aspekt auf den Punkt gebracht. Sie meint, ich sei verbittert.

Ich muss eingestehen, dass das so ist, und vermutlich die Depression begünstigt. Verbittert darüber, dass ich viele Dinge angegangen bin, aber sich in meinen Wünschen keine Verbesserung ergeben hat. Immer nur “schaffen” im weiteren Sinne – Arbeit, auch persönliches Arbeiten an sich selbst, Paartherapie,…  – aber kein “Aufatmen”. Der Sexualität renne ich schon innerlich weg. Sex macht momentan kaum Spass. Dafür Essen – zuviel. Ich stopfe wieder, wie vor Jahren, alles in mich rein. Der Weg, den ich die letzten paar Jahre beschritten haben, scheint doch eine Sackgasse zu sein. Lieber dick und bräsig-dumpf, also dünn runtergehungert und trotzdem nicht glücklich. 

Zudem hat sich mein Schlafverhalten ziemlich deutlich verändert – das mag mit dem Berufsstress zu tun haben. Jedenfalls schlaffe ich sofort ein, wenn ich im Bett bin. Ist auch eine Flucht vor der Sexualität.

So gesehen: die “vitale Trias” Essen, Schlafen, Sexualität ist bei mir reichlich kaputt. Nach einem Burnout-Test, den ich vor kurzem gemacht habe, habe ich einen solchen oder stehe kurz davor. Und ein Test der Suizidialität, den ich alle paar Monate mache (das habe ich mir mal auferlegt), der steigt wieder an. Niedrig war der Score nie, aber ich müsste eigentlich zum Arzt….

Aber was soll das – so lebe ich eh schon lange. Ich erkenne, dass das Leben eine Qual ist, und schöne Momente eher Seltensheitswert haben.

Was trägt sonst noch zur Verbitterung bei? Über lange Monate hinweg war auch mein Elternhaus ein Thema. Hier wurde mir nun eine Trauma-Therapie ans Herz gelegt. Ich musste erkennen, dass das Thema “Liebe” zugunsten “Leistung” dort untervertreten war; und dass ich trotz aller Mühe “nie ausreichend” war.

Schliesslich hab ich auch versucht, Freunde zu finden. Aber ich schaffe es nicht. Bin zu bescheuert dazu.

Ach ich weiss grad nicht weiter. ich schreib das so runter, höre gerade wohltuende Musik – das scheint ein positiver Anker zu sein. Healey Westenra, “River of Dreams” läuft grad…. (vgl. aber auch

Beschluss: sollte ich meine Funktion mal nicht mehr erfüllen – Ernährer der Familie -, dann werde ich “gehen”.

  •  Familie ist gut abgesichert, und ich bin emotional mehr Last als Freude.
  • Schlafmittel + Autoabgase. Im Winter allenfalls auch Erfrieren – der Wald ist nicht weit und hier kann es ziemlich kalt werden. Kalt ist es eh schon, in meinem Herzen.