Säge die nächste

•17. Juli 2014 • 2 Kommentare

Dieser Tage habe ich ein rundes Fest. Grund zum Freuen. Es kommen die Freunde, die ich habe (V.&K.), sowie eine Menge alter Bekannter und ein paar Nachbarn.

Und doch… Gestern beim Paartherapeut die Gelegenheit genutzt, mich zu outen, als meine Frau mal raus musste. Was mich treibt – Suizidwünsche:

Selbstverbrennung. Beim Arbeitgeber.

Frau war aufgelöst, verständlich aber nicht hilfreich. Er hat mir wenigstens den Mut zugesprochen, darüber zu reden.
Er hat dann nachgefasst, nun musste ich versprechen, mir dieser Tage lokal einen Therapeuten zu suchen, sonst ab in die Klinik. Ihm morgen ersten Bericht zu erstatten.

Irgendwie fühlte sich das noch richtig gut an, etwas Hoffnung.

Dann das heute, Kollege M, der mich schon abgesägt hat, hat auch eine Kollegin abgesägt. Ihr wurde gekündigt, ich (zuständig bis Sept. für das Produkt, in dem dann Säge das sagen hat, weil er jeden meiner Fehler ausgenutzt hat und sich selbst als Supermann darstellt) wurde nicht informiert und stand beim Mailing mit der Kollegin saudumm da. Und fast gleichzeitig wird wieder von ihm gegen mich gespielt (Mailing heute von ihm), er macht das sehr geschickt, würde man einen Krimi sehen, wäre es fast zu bewundern.

Aber ich bin wieder weiter abgerutscht, beruflich, emotional.

Das Leben ist eine Qual, die erst mit den Tod endet. Fazit zu meinen 50 Jahren.

•11. Juli 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute Nacht wieder Alptraum. Dachte es wäre überwunden. Heftig. Und mein Gefühl zu mir wird immer negativer.
Warum werde ich überhaupt bezahlt? Ehrlich, ich verstehe es nicht. Unnütz bin ich.
Unrat auf den Müll, Unkraut weggejätet, unnütze entlassen und entsorgen.

Götter Gräber und Gelehrte

•6. Juli 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Im Nachdenken über “wo stehe ich” komme ich zu interessanten Parallelen, die ich aus meiner Jugend kenne. (Und wer weiss, vielleicht kenne ja sogarjemand den Titel).

Ich bin wie Eisenhans, versuche mich zu entwicklen und doch dazu zu gehören.
Ich bin wie Prometheus, an den Felsen gekettet, und jeden Tag gequält durch einen Vogel.
Ich bin wie Ikarus, wollte fliegend flüchten, aber flog wohl zu weit hinaus, verbrannte mir die FLügel durch die Sonne und stürze ab in den Tod.

Irgendwie passt das, jeweils in Teilen.

Alptraum

•24. Juni 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Mega Alptrau, von der Arbeit. Gespräch mit Chef. So belastend.

Durchhänger oder Absturz?

•24. Juni 2014 • 2 Kommentare

Heute hatte ich, trotz Sonnenschein und eines guten Auftrags, einen Durchhänger zwischendrin, bei dem ich – ganz offen geschrieben -, im Zweifel war, ob ich noch mit meinen Skills arbeiten soll, oder es einfach sein lassen sollte.

Gedanklich kam ich während einer Autofahrt entlang einer schönen Küste immer wieder auf die Arbeit. Und das zog mich richtig runter. Ich hab durch regelmässiges Anhalten und Fotografieren versucht, gegenzusteuern.

Der Teufel steckt jedoch im Detail. An einer Stelle ging es weit und steil runter, so ca 80-100 Meter. Kein Schutz. Unten Fels und etwas Wasser, danach das Meer. Ein paar Minuten stand ich da, versucht, einfach nur etwas weiter vor zu gehen, um auszurutschen. Eine Art tragischer Unfall…

Irgendwie haben es mein Chef und der Kollege, der mir den Stuhl abgesägt _hat_ (!), geschafft, mir jegliches Selbstvertrauen, was meinen Beruf und meine Fähigkeiten angeht, nach und nach auszuhölen. Ich fühle mich beruflich als tumber Tor. Als unfähig. Wertlos. Uns genau das fühlte ich an dieser Klippe.

Man mag drüber lachen, aber ich bin Gott und jemandem dankbar dafür, gleichzeitig noch ein anderes, mehr körperliches Gefühl gehabt zu haben, in das ich mich dann eingefühlt habe. Um kurz auch in eine innere Welt zu gehen, die mir schon manches Mal geholfen hat. Um einfach den Gedanken “spring und es ist endlich vorbei” loszuwerden.

Und dann konnte ich auch wieder an meine 6 Frauen denken, die mir wichtig sind (Ehefrau, Kinder, Frau P., meine “adoptierte Schwester” aus der Klinik, und Wuff.) Und dann an die Menschen, die mich gefragt haben, ob ich sie betreue.

Trotzdem habe ich Angst vor der Zukunft. Sie ist so ungewiss wie nie.

Unterwegs

•21. Juni 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Bin schon ein paar Tage in einem anderen, sehr offenen und innovativem Umfeld. Diesbezüglich gruselt mir schon vor der Arbeit, die in einer Woche zuhause wieder weitergeht. : ich sehe einige meiner Ideen bestätigt, bin ja aber immer wieder abgeblockt worden. Meine Firma hat nur einen geringen Grad an Innovations- und Lernfähigkeit. (Sie hat andere Stärken).
Seufz…

Gefühl und Realität

•9. Juni 2014 • 1 Kommentar

Gefühl und Realität scheinen mir im Einklang zu sein. Leider negativ. Der Druck lässt nicht nach; nun sind auch noch 2 pot. Kunden abgesprungen; so dass die Basis, die ich für dieses Jahr anstreben muss, immer schwerer zu erreichen ist. Der Druck ansonsten wird ebenfalls nicht weniger. Meine Zeit wird immer knapper, um etwas zu schaffen. Hauptsächlich Arbeiten und Schlafen, dann noch etwas (wenig) Familie. Ich komme seit 2 Monaten nicht mehr so recht in meinem Leben vor, und versuche, das Wasser, dass über mir zusammengeschlagen ist, irgendwie wegzuspritzen, damit ich noch Luft kriege.

Demnächst darf ich ja mal wieder weg, ins Ausland. Mein Chef hat mich da einmal weggelassen, vor meinem Burnout. Dann alles diesbezügliche an einen Kollegen gegben. Das tat weh.

Früher habe ich mich über Reisen gefreut. Diesmal nicht. Diesmal habe ich recht viel Angst. Eigentlich reise ich gerne, viel Sehen, neues Erleben. Aber diesmal: Angst pur, vor dem dort; und noch viel mehr vor dem danach wieder hier sein. Keine Aussicht für die Zukunft; kein Weg.

Hier in diesem Thema fühle ich mich  - leider – recht einsam. Und doch gibt es ein paar Lichtblicke. Während ich diese Gedanken mit meiner Familie nicht teilen kann – meine Liebste hat selbst eine Krise – gibt es doch ab und an Leser; auch jemanden, die mich kennt. Und in einem anonymen Chat habe ich vor einigen Tagen etwas mehr Düsternis preisgegeben; auch andere Gedanken. Vielleicht hilft es mir zu irgendwas weiter.

 
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