Feurige Dinge gibt es, die gibt es nicht

•25. Juli 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Vorab – ich möchte mich nicht selbst loben (aber hab nix dagegen, wenn jemand das macht).

Bin zuhause am arbeiten. Gerade vor 30 Minuten macht mich mein Weib darauf aufmerksam, dass es 2 Häuser qualmt. Ich schau hin, und die Rauchwolke wird immer grösser. Schuhe an, sprinte dahin. Es brennt – eine große Hecke, glücklicherweise noch kein Haus und auch kein Verletzter. Aber der Besitzer steht mit seinen Söhnen etwas ratlos da, und montiert grad einen Schlauch. Die Hecke brennt so auf ca 5 Metern breite, sie ist 3 Meter hoch, Gefahr für 2 Häuser.

Und da kommt sie -MEINE GROßE STUNDE – lol.

Na ja, offensichtlich habe ich mich mit dem Thema Feuer gut genug auseinander gesetzt. Nachdem er hilflos und recht zaghaft oben löscht (oder versucht), biete ich ihm die Hilfe an, und er gibt mir einen Schlauch. Und ich lösche so gut es geht bei der Temperatur, erst auf der kritischen Seite (links) außen, d.h. die Büsche, die noch nicht brennen; dann von links nach rechts. Habe keine Angst, bin dem Feuer nahe, sehr nahe, z.T. so, dass mein Haare auf dem linken Arm verschmoren: schiebe bisweilen Äste beiseite, damit ich _in_ den Pflanzen löschen kann. Nach ca 8 Minuten ist die Feuerwehr da, aber da ist schon fast alles gelöscht.

Was soll mir das jetzt sagen? Ein Zeichen von Gott, mich brauche es? Vorweggenommene Feuertaufe? Keine Angst vor Feuer-Suizid? Ich bin ratlos erstaunt.

 

Das Gute das ich will das denke ich nicht, das Böse, das ich nicht will, denke ich.

•24. Juli 2014 • 1 Kommentar

In Anlehnung an einen ähnlichen Satz.

So spüre ich die gespaltene Seele in mir.
Es gibt Momente – seien es nur Sekunden oder im depressiven Gedankenstrudel auch mal 2-3 Stunden – da sind die Gedanken an Suizid so in mir wie ein alter Freund. Und ich möchte dann sterben und tot sein. Möchte in dem Moment das Leben hinter mir haben. Möchte mal einfach nicht existieren, oder aber Trost bei Gott, quasi auf dem Schoss von Opa, bekommen. Dann wird es richtig konkret, male mir aus, wie, wo, wann.

Es gibt andere Momente, da will ich leben. Da weiss ich, dass ein paar Menschen etwas mit mir anfangen können. Da spüre ich manchmal – und das fällt mir wirklich schwer – dass mich jemand mag. Und dann kommen dort auch Todesgedanken, aber nicht als Freund, nein, eher als Einbrecher. Die mir zuerst sagen, was ich wert bin (nichts). Und dann vom Sterben erzählen und es fast süsslich schmecken lassen. Verführende Zwangsgedanken.

Und doch… In der Analyse meines Lebens kann ich sagen, dass ich solche Gedanken seit rund 40 Jahren kenne. 40 Jahre meinen Suizid überlebt habe. Und die meisten Menschen würden mir das nie nie nie ansehen, so gut kann ich das Verstecken. Hier, in diesem Blog, da kann ich es auch offen schreiben.

Säge die nächste

•17. Juli 2014 • 2 Kommentare

Dieser Tage habe ich ein rundes Fest. Grund zum Freuen. Es kommen die Freunde, die ich habe (V.&K.), sowie eine Menge alter Bekannter und ein paar Nachbarn.

Und doch… Gestern beim Paartherapeut die Gelegenheit genutzt, mich zu outen, als meine Frau mal raus musste. Was mich treibt – Suizidwünsche:

Selbstverbrennung. Beim Arbeitgeber.

Frau war aufgelöst, verständlich aber nicht hilfreich. Er hat mir wenigstens den Mut zugesprochen, darüber zu reden.
Er hat dann nachgefasst, nun musste ich versprechen, mir dieser Tage lokal einen Therapeuten zu suchen, sonst ab in die Klinik. Ihm morgen ersten Bericht zu erstatten.

Irgendwie fühlte sich das noch richtig gut an, etwas Hoffnung.

Dann das heute, Kollege M, der mich schon abgesägt hat, hat auch eine Kollegin abgesägt. Ihr wurde gekündigt, ich (zuständig bis Sept. für das Produkt, in dem dann Säge das sagen hat, weil er jeden meiner Fehler ausgenutzt hat und sich selbst als Supermann darstellt) wurde nicht informiert und stand beim Mailing mit der Kollegin saudumm da. Und fast gleichzeitig wird wieder von ihm gegen mich gespielt (Mailing heute von ihm), er macht das sehr geschickt, würde man einen Krimi sehen, wäre es fast zu bewundern.

Aber ich bin wieder weiter abgerutscht, beruflich, emotional.

Das Leben ist eine Qual, die erst mit den Tod endet. Fazit zu meinen 50 Jahren.

•11. Juli 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Heute Nacht wieder Alptraum. Dachte es wäre überwunden. Heftig. Und mein Gefühl zu mir wird immer negativer.
Warum werde ich überhaupt bezahlt? Ehrlich, ich verstehe es nicht. Unnütz bin ich.
Unrat auf den Müll, Unkraut weggejätet, unnütze entlassen und entsorgen.

Götter Gräber und Gelehrte

•6. Juli 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Im Nachdenken über “wo stehe ich” komme ich zu interessanten Parallelen, die ich aus meiner Jugend kenne. (Und wer weiss, vielleicht kenne ja sogarjemand den Titel).

Ich bin wie Eisenhans, versuche mich zu entwicklen und doch dazu zu gehören.
Ich bin wie Prometheus, an den Felsen gekettet, und jeden Tag gequält durch einen Vogel.
Ich bin wie Ikarus, wollte fliegend flüchten, aber flog wohl zu weit hinaus, verbrannte mir die FLügel durch die Sonne und stürze ab in den Tod.

Irgendwie passt das, jeweils in Teilen.

Alptraum

•24. Juni 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Mega Alptrau, von der Arbeit. Gespräch mit Chef. So belastend.

Durchhänger oder Absturz?

•24. Juni 2014 • 2 Kommentare

Heute hatte ich, trotz Sonnenschein und eines guten Auftrags, einen Durchhänger zwischendrin, bei dem ich – ganz offen geschrieben -, im Zweifel war, ob ich noch mit meinen Skills arbeiten soll, oder es einfach sein lassen sollte.

Gedanklich kam ich während einer Autofahrt entlang einer schönen Küste immer wieder auf die Arbeit. Und das zog mich richtig runter. Ich hab durch regelmässiges Anhalten und Fotografieren versucht, gegenzusteuern.

Der Teufel steckt jedoch im Detail. An einer Stelle ging es weit und steil runter, so ca 80-100 Meter. Kein Schutz. Unten Fels und etwas Wasser, danach das Meer. Ein paar Minuten stand ich da, versucht, einfach nur etwas weiter vor zu gehen, um auszurutschen. Eine Art tragischer Unfall…

Irgendwie haben es mein Chef und der Kollege, der mir den Stuhl abgesägt _hat_ (!), geschafft, mir jegliches Selbstvertrauen, was meinen Beruf und meine Fähigkeiten angeht, nach und nach auszuhölen. Ich fühle mich beruflich als tumber Tor. Als unfähig. Wertlos. Uns genau das fühlte ich an dieser Klippe.

Man mag drüber lachen, aber ich bin Gott und jemandem dankbar dafür, gleichzeitig noch ein anderes, mehr körperliches Gefühl gehabt zu haben, in das ich mich dann eingefühlt habe. Um kurz auch in eine innere Welt zu gehen, die mir schon manches Mal geholfen hat. Um einfach den Gedanken “spring und es ist endlich vorbei” loszuwerden.

Und dann konnte ich auch wieder an meine 6 Frauen denken, die mir wichtig sind (Ehefrau, Kinder, Frau P., meine “adoptierte Schwester” aus der Klinik, und Wuff.) Und dann an die Menschen, die mich gefragt haben, ob ich sie betreue.

Trotzdem habe ich Angst vor der Zukunft. Sie ist so ungewiss wie nie.

 
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