In meinem nächsten Leben möchte ich tot sein

•21. September 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Ich habe aufgehört, mir Gedanken an ein Leben nach dem Tod oder eine Auferstehung oder Wiedergeburt zu machen.

Meine Moleküle werden biologisch wiederverwendet, von Regenwürmern oder auch nicht. Aber das bin nicht ich, nicht mehr im Tod. Das Ich ist dann einfach weg.

Und sollte es doch eine Wiedergeburt geben im biblischen Sinne, dann melde ich mich gleich für die Seite der Böcke, für die Hölle. Da gehör ich wirklich hin.

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Anfang vom Ende einer Ehe

•20. September 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Nachdem meine Frau von einer Fortbildung heimgekommen ist, das gleiche abgekühlte Verhalten. Nur noch Küsschen auf die Wange.
Sie macht deutlich, dass es nur noch Freundschaft ist, wie sie es vor ein paar Tagen sagte.
Es ist OK. Ich habe mich aufgegeben.

Das Lustige Spiel “was bin ich”

•17. September 2014 • 8 Kommentare

Wenn ich die vielen Jahre anschaue, und sehe, wann es Probleme gab, dann war mein Leben eher negativ geprägt. Die meisten Dinge wurden mir von aussen aufgezwungen, wie der Wunsch meiner Eltern, ich sollte ein Mädchen sein (irgendwann wird es dann peinlich und man fühlt sich abgelehnt, wenn man das regelmässig hört), wie die äussere und dann auch innere Isolation als Jugendlicher, resultierend in starker Einsamkeit und ersten Depressionen. Dann, kaum war der Ausbruch erfolgt, Suizid meines Vaters, Verarschung durch Mutter und vom Bruder hinsichtlich des Erbes über den Tisch gezogen. Versucht, Lob durch Leistung zu bekommen, hat bis auf den jetzigen Job geklappt. Hier dann Burnout, und nun die letzten Monate von Säge wie die berühmte Kuh durch Dorf getrieben worden. Erneut starke Depressionen. Gedanken an und Wünsche zum Tod nicht mehr nur täglich. Eigentlich ständig, jedesmal dann, wenn ich allein bin und nichts zu tun habe, oder auch schon mal im aktiven Arbeiten. Was soll’s…

Was war gut? Eigentlich nur meine Frauen (Familie und 2 Freundinnen). Aber mit Familie klappt es auch nicht mehr, es wird für diese mit mir immer schwieriger.

Lange an Gott irgendwie gehalten, aber eben nur schlecht. Die Bibel nennt das “lau”. Gibt es ihn wirklich? Wo ist er? Ich spüre ihn schon lange nicht. Zu lange jetzt.
Ich weiss nicht, ob es ihn gibt, keine sog. Heilsgewissheit. Kein kindliches Geborgen sein mehr. Nur ein intellektuelles Konstrukt noch? Ich hab auch hier alles falsch gemacht. Fehler bei mir.

FEHLER. FEHLER. FEHLER.
FALSCH. UNGEWÜNSCHT. WERTLOS.
UNFÄHIG. SELBST SCHULD. SCHULDIG.

das bin ich.

Kunden strafen mich ab

•17. September 2014 • Hinterlasse einen Kommentar

Meine desolate Lage wirkt sich nun auch auf meine Kunden aus. Negative Werte in einer Kundenumfrage zu mir.
Hab im Kundenkontakt das gemacht, was ich selbst in einer Fortbildung kurz vorher gelernt habe, aber das war dann falsch. das Wissen muss ich dann gerade wieder weglegen.
Fortbildungen scheinen Scheisse zu sein, so gesehen.

Was solls. Ich liege am Boden, keine Aussicht auf Besserung. Ich verachte mich. Es ist Zeit.

•11. September 2014 • 6 Kommentare

Heute meinte meine Frau, dass unsere Beziehung so nicht mehr weitergeht (wg. der Arbeit u.a.), und dass wir versuchen sollten,den Kindern gute Eltern zu sein.

•10. September 2014 • 2 Kommentare

Psychiater (gestern) auch hilflos: “ausgeschossen, alles gemacht, was möglich ist”.

Letzte Runde eines schuldigen Wertlosen

•8. September 2014 • 3 Kommentare

Heute hat mein Chef mich ins Gebet genommen. Ob es mir, als Mensch, gute gehe. Und dass die Arbeit leide.
Dann einen Schwung von Sachen gebracht, die ich nicht termingerecht gemacht habe. Weniges davon konkret benannt, trotzdem kann ich es teilweise nachvollziehen, teilweise scheint es aber auch rein kumulativ von seiner Seite.
Seine Beteuerung, er stehe hinter mir, aber was sollen wir jetzt machen? Es wirkt so, als wolle er einen Vorschlag von mir, der ihn und mich erlöst. Als Manager berechtigt.

Ich weiss von meinen Fehlern, einige sind durch andere ausgelöst, ein Teil von mir. Partiell also fair, partiell nicht.
Er schlägt vor, dass ich mir eine Auszeit nehme, stationär in die Klinik. Man mache sich ja allgemein Sorgen, nicht nur er. Komisch, warum spricht mich keiner sonst an? Bin ich so unnahbar?

Irgendwie ist es klar, dass es aufs Ende der Karriere zu geht. Während ich weine, biete ich meine Demission an, er reagiert nicht gross drauf, scheint es aber auch im Kalkül zu haben.

Die Kritikpunkte, die ich dann meinerseits anbringe (ich meine mach reiflichem Überlegen und absolut korrekt), die prallen an ihm ab. Obwohl ich es sachlich erkläre, sieht er keine gemeinsame Basis mehr. Das Spiel meines Kollegen will er so als Spiel nicht sehen, das sei normales Business. Seine Aussagen zum letztjährigen Bonus relativiert er (komisch, ich habe sie anders notiert, vom iphone). Ebenso die Aussagen, die er in Vorbereitung unserer jährlichen Strategieentwicklung vor Kollegen gemacht hat, wird relativiert. Mir scheint, dass das Generieren von Business halt doch vor Moral und Ethik geht. (Und beim Kollegen noch Show und Narzissmus vor fachlichem Wissen).

The show must go on, so wie nach dem Suizid eines Kollegen vor wenigen Jahren.

Ich lerne also: Business vor Moral.

Ich lerne auch, dass ich für die Arbeit wertlos geworden bin und daran auch selbst schuld bin.

Ich bin zu blöd, meinen Beruf auszufüllen, und was anderes kann ich nicht.

Jetzt geht es in die entscheidende Runde, vermutlich die letzte dort. Vielleicht die letzte auch sonst. Wertloses gehört auf den Müll, nirgends sonst wo hin.
Und jetzt, wo och schreibe, da denke ich an das mich-verbrennen. Und an meine Familie. Tochter auch in der Krise, sie hat u.a. Geldangst. Was soll ch bloss tun?

Ich bin mir nicht sicher, ob es den Himmel gibt, und ob ich da überhaupt hinkäme. Aber die Hölle in mir, die gibt es.

 
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